Immer mehr illegale Souvenirs finden sich in den Koffern der Touristen. | © WWF Schweiz
Immer mehr illegale Souvenirs finden sich in den Koffern der Touristen. | © WWF Schweiz

„Winner“ erschnüffelt illegale Souvenirs

  • Mélanie Guillebeau
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Die Ferienzeit steht bevor! Viele Reisende möchten auch den Liebsten zu Hause gerne ein Stückchen Ferien in Form eines Souvenirs aus dem Urlaub mitbringen. Mit der neuen Ratgeber-App des WWFs können Sie sich vergewissern, dass für Ihr Ferienmitbringsel keine geschützten Tier- oder Pflanzenarten hinhalten mussten.

Am Flughafen Zürich rollen die Koffer aus Hong Kong über das Gepäckband. Mittendrin im Koffergetümmel ist „Winner“, einer der vier ausgebildeten Artenschutzspürhunde. Sein Ziel ist es mithilfe seiner feinen Nase illegal eingeführte Tier- oder Pflanzenarten aufzuspüren, die durch das CITES-Abkommen vor der Ausrottung durch übermassigen Handel geschützt sind.

"Winner" kann bis zu 70 gefährdete Arten erschnüffeln. | © WWF Schweiz
„Winner“ kann bis zu 70 gefährdete Arten erschnüffeln. | © WWF Schweiz

„Das [CITES-]Abkommen schützt über 35’000 Tier- und Pflanzenarten. Der internationale Handel mit ihnen oder ihren Derivaten ist verboten oder unterliegt strengen Kontrollen. Wir sprechen hier über einen Umsatz, der 20 Milliarden Dollar pro Jahr übersteigt“, erklärt Doris Calegari, Verantwortliche „Internationaler Artenschutz” beim WWF Schweiz.

Wie der WWF Schweiz berichtet, kommt es regelmässig vor, dass Reisende ein illegales Souvenir aus ihren Ferien in die Schweiz mitbringen oder gar illegaler Handel im grossen Stil betrieben wird. Aufgespürte, illegale Utensilien werden beschlagnahmt und im Zolldepot des Flughafens aufbewahrt. Und so reihen sich dort Armreife aus Elfenbein an Kobras im Schnapsglas und balsamierte Krokodilköpfe – jedes Jahr kommen mehrere Hundert neue Souvenirs zum illegalen Sammelsurium dazu.

Teuer für Natur und Tourist

Die illegalen Souvenirs sind nicht nur eine Bedrohung für die betroffenen Tier- und Pflanzenarten, sondern kann auch den Touristen teuer zu stehen kommen: Es droht ein Strafverfahren und je nach Schwere des illegalen Handels eine Strafe von bis zu 40’000 Schweizer Franken.

Souvenir-App klärt auf

Nicht immer ist offensichtlich, dass das eingekaufte Souvenir von einer geschützten Art abstammt. Im Zweifelsfall soll ein neu entwickeltes App vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) sowie dem WWF Schweiz für Aufklärung sorgen. Der Souvenir-Ratgeber ist Teil der umfassenden Ratgeber-App des WWFs, welche auf wwf.ch/app gratis zum Download angeboten wird.

Weitere Informationen können Sie der originalen Medienmitteilung des WWF Schweiz entnehmen. Weitere Details zu den durch das CITES-Abkommen geschützten Arten finden auf der Website des BLV.

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