Die Energiestrategie 2050 setzt mehr auf erneuerbare Energie. | © Nico Kaiser, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
Die Energiestrategie 2050 setzt mehr auf erneuerbare Energie. | © Nico Kaiser, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr

Windenergie: Konzept vom Bund fällt durch

  • Amanda Buol
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Windenergieanlagen haben Befürworter und Gegner. Aus diesem Grund ziehen sich zahlreiche Projekte in die Länge. Ein Konzept des Bundes sollte nun klare Strukturen festlegen. Verschiedene Intressensgruppen sind jedoch mit dem Konzept unzufrieden.

Die Windenergie zählt zu einer der nachhaltigsten Methode der Energiegewinnung. Aber nicht alle befürworten die Windkraft, insbesondere Umweltorganisationen. Aus diesem Grund erschuf der Bund das Konzept Windenergie, das zur Orientierung für die Kantone dienen soll. Darin sind die Rahmenbedingungen für die Planung von Windenergieanlagen festgelegt. Die Vernehmlassung für das Konzept endete Ende Januar.

Im Konzept werden Schutz- und Nutzungsinteressen abgewogen. Jedoch erregt das Papier die Gemüter. Der Spielraum werde sehr klein, wenn alle Interessenskonflikte vermieden werden sollen, wie Landschafts-, Vogel- und Fledermausschutz, Flugsicherheit oder Wetterstationen. Grossflächige Ausschlussgebiete werden gewünscht. Die Vereinigung zur Förderung von Windenergie (Suisse Eole) findet daher, dass das Konzept die Gelegenheit verpasse, klare Spielregeln zu definieren. So sollen die wichtigsten Probleme identifiziert werden und ausgewogene, klare Lösungen gesucht werden.

Auch die Umweltorganisationen sind mit dem Konzept nicht zufrieden. Ihnen fehlt die Umweltverträglichkeitsprüfung im Konzept. Sie fordern den Bund damit auf, die Planungssicherheit zu verbessern. Denn bei der Planung von Projekten soll der Landschafts- und Naturschutz vermehrt beurteilt werden. Dies verhindere auch Zielkonflikte.

Bei entscheidenden Fragen verweise das Konzept auf das Handbuch der Umweltverträglichkeitsprüfung von Windkraftanlagen, welches noch nicht veröffentlicht wurde. Auch fehle die Klärung, ab welcher Grösse eine Anlage nationale Bedeutung hat, das wird erst mit dem neuen Energiegesetz festgelegt. Daher könne man das Konzept nicht richtig beurteilen, schreiben die Umweltorganisationen. Sie fordern daher eine Sistierung des Konzepts.

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