Willkommen Biber!

  • Eliane Küpfer
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Der Biber kehrt zurück in seine Heimat. In immer kürzeren Abständen stellen Fachleute Biberspuren an Bächen fest, an denen in den letzten Jahrzehnten keine Biber mehr vorkamen. Jüngstes Beispiel ist die Rückkehr des Nagers ins Oberbaselbiet. Das ist eine erfreuliche Naturschutzgeschichte.

Mit ihrem Programm „Hallo Biber!“ unterstützt Pro Natura die Rückkehr des Bibers in seine alte Heimat seit Jahren. Wo immer sich der Lebensraum von Mensch und Tier überschneiden, sind Tiere auf den Goodwill der Menschen angewiesen. Die Schweizer Bevölkerung bringt dem faszinierenden Nagetier sehr viel Sympathie entgegen. Überwältigende 92 Prozent der Bevölkerung unterstützen die Rückkehr von „Meister Bockert“. Sie wollen darüberhinaus, dass der Rückkehrer geschützt bleibt (91Prozent).

Die Sympathie für den einheimischen Nager ist auf dem Land und in der Stadt ähnlich hoch. Dies obwohl er einigen Landwirten oder Grundbesitzern lästig wird, weil er sich beispielsweise an Zuckerrüben gütlich tut. Rund Zweidrittel der Befragten sind Abschüssen gegenüber skeptisch oder ablehnend. In Konfliktsituationen zwischen Biber und Mensch ergreift die Mehrheit Partei für die Interessen der Natur gegenüber den Ansprüchen von Grundeigentümern.

Wo immer Biber auftauchen, profitieren zahlreiche andere Tiere und Pflanzen. Indem der Biber Bäche aufstaut, verändern sich die Uferbereiche. Diese Feuchtgebiete bilden Lebensgrundlage für gefährdete Amphibien oder seltene Libellen. Diese grosse Bedeutung des Bibers für die einheimische Artenvielfalt anerkennen 86 Prozent der Bevölkerung. Sie schätzen ausserdem in hohem Mass die eindrücklichen Leistungen des Bibers als Landschaftsarchitekt. Für 78 Prozent der Befragten gewinnt eine Landschaft an Wert, wenn Biber sie mitgestalten.

Bild: Sven Zacek [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

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Hallo Biber

Pro Natura

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