Wildschweine weiterhin auf dem Vormarsch

  • Redaktion Naturschutz
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Vor 30 Jahren war das Wildschwein ein seltener Gast in der Schweiz. Nun scheinen die Bestände offenbar in ganz Europa in hohem Tempo anzuwachsen. Das könnte an den häufigeren Mastjahren in den Wäldern und an den höheren Frühlings- und Wintertemperaturen liegen. Im Kanton Zürich nehmen die Wildschweine zur Zeit in Gebieten südlich der A1 zu. Sehr erfolgreich sind sie im Kanton St. Gallen, von wo sie nach Graubünden wandern und erst noch immer höher hinauf steigen – sogar bis über die Waldgrenze.

Neue Untersuchungen aus dem Kanton Thurgau haben gezeigt, dass der Maisanbau nicht die einzige und schon gar nicht die wichtigste Erklärung für die Zunahme des Bestands und die Ausbreitung der Wildschweine ist. Grössere Bedeutung sei den immer häufiger auftretenden Mastjahren von Buchen und Eichen beizumessen. Auch den Abwehrmethoden wurde nachgegangen. Als beste Schadensverhütung hat sich die Jagd heraus gestellt. Gar kontraproduktiv seien Ablenkungsfütterungen, weil sie den Tieren während Monaten zusätzliche, qualitativ hochwertige Nahrung böten.

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