Flegel Mahlzeit Essen food waste

Wieso entstehen „Graswurzelbewegungen“?

  • Eliane Küpfer
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„In der Diskussion über ethischen Konsum waren in den vergangen- en Jahren Lebensmittelverschwendung, fairer Textilhandel und Treibhausproblematik wichtige Themen“, sagt Dr. Nina Langen vom Lehrstuhl für Marktforschung der Agrar- und Ernährungswirtschaft der Universität Bonn. „Graswurzelbewegungen“ versuchen als Basisinitiativen von Privatpersonen, gesellschaftliche Alternativen zur vorherrschenden Verschwendung aufzubauen, schreibt die Universität Bonn.

Es gibt Initiativen, die überschüssiges Essen anbieten und teilen, bevor es verdirbt. Andere rufen Unterstützer dazu auf, in einem bestimmten Geschäft einzukaufen, wenn sich der Inhaber zuvor konkreten Klimazielen verpflichtet hat. „Bislang ist nur wenig bekannt, was genau den Erfolg von Graswurzelbewegungen begründet: die kollektive Aktion oder eher die individuelle Motivation“, berichtet Dr. Langen. Die Wissenschaftlerin der Universität Bonn wird nun mit Befragungen unter Unterstützern der Basisinitiativen die Gründe für deren Engagement erkunden.

Das ist wichtig, denn meist schlafen Graswurzelbewegungen nach einem kurzen Hype wieder ein. Wenn mehr über die Motive der Unterstützer bekannt wäre, könnten sinnvolle Initiativen vielleicht auch zielgerichtet gefördert werden.

Georg Flegel [Public domain], via Wikimedia Commons

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