Sus domesticus, Schwein, Hausschwein, Nutztier

Wieder Tiermehl für Nutztiere?

  • Corinna von Kürthy
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Seit 2001 dürfen sämtliche Nutztiere in der Schweiz keine Schlachtabfälle mehr fressen. Das könnte sich jedoch bald ändern.

Im Zusammenhang mit der Rinderseuche BSE wurde Anfang 2001 in der Schweiz das Tiermehl-Verfütterungsverbot für sämtliche Nutztiere erlassen. Die Schweiz und die EU möchten das Verfüttern von Schlachtabfällen jedoch seit längerem wieder zulassen. SVP-Nationalrat Hansjörg Knecht fordert in seiner im September 2012 eingereichten Motion die Wiederzulassung von Tiermehl für die Fütterung von Schweinen und Geflügel.

In Folge des Tiermehl-Verfütterungsverbotes 2001 nahmen die Importe von eiweisshaltigen Futtermitteln, wie beispielsweise Soja, stark zu, sodass es zu einem massiven Anstieg der Preise auf dem Weltmarkt kam. Aus diesem Grund sei es laut Hansjörg Knecht an der Zeit, dass Schlachtnebenprodukte unter Berücksichtigung vernünftiger Anforderungen (u. a. praktikabler Toleranzregelungen, Gleichbehandlung der Verwerter, keine getrennten Fütterungslinien der Hersteller) wieder für die Tierfütterung zugelassen werden. Allerdings wolle die Schweiz nicht vorpreschen, wird Peter Braam vom Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) zitiert (LID.ch). In ein bis zwei Jahren könnte das Verbot in der EU fallen. Dann würde auch die Schweiz das Verbot aufheben. Für Wiederkäuer bliebe das Tiermehl-Verfütterungsverbot jedoch bestehen. Eine Gefahr, dass BSE über Tiermehl von Schweinen und Geflügel übertragen werde, gibt es laut BVET nicht.

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Bild: Guido Gerding [CC-BY-SA-3.0] via Wikimedia Commons

 

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