rotauge

Wie wandern Fische?

  • Eliane Küpfer
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Experten der Bundesanstalt für Gewässerkunde haben eine Woche lang Fische unterhalb der Staustufe im Deutschen Koblenz gefangen, markiert und wieder freigesetzt. Denn um zu verstehen, ob und wie die Fische die Fischaufstiegsanlagen nutzen brauchen die Wissenschaftler Daten über die Wanderwege der Fische.

Wie Alfred Hommes schreibt wurden dabei verschiedene Arten wie Rotaugen, Barben, Nasen und Brachsen gefangen und in ein Boot gebracht. Das Team der Fischereibiologen vermass die Tiere und pflanzte ihnen einen so genannten RFID-Chip ein. Diese Chips werden auch bei Haustieren verwendet. Insgesamt wurden mehr als fünfhundert Fische markiert und anschliessend unterhalb der Staustufe wieder entlassen. Jetzt können sie erkannt werden, wenn sie eine Zählstelle in der Fischaufstiegsanlage passieren. Und da es in Koblenz gleich mehrere gibt, kann genau verfolgt werden, welche Fische wo durch schwimmen und wie lange sie für den Aufstieg brauchen.

„Die Fischaufstiegsanlage an der Koblenzer Moselschleuse ist ein Pilotprojekt“, so Dr. Matthias Scholten, Fischereibiologe in der Bundesanstalt für Gewässerkunde. „Diese Markierungsaktion liefert uns wichtige Informationen über die Auffindbarkeit und Passierbarkeit der Fischaufstiegsanlage. Gleichzeitig testen wir eine neue Methode zur Erfassung von Fischbewegungen in Fischaufstiegsanlagen.“ Ziel des Projektes ist es, die Staustufen in den Flüssen Deutschlands wieder für Fische passierbar zu machen.

Foto: Michael Hils / BfG

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