Gemüse und Obst sind am klimafreundlichsten. | © Michael Stern,  [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
Gemüse und Obst sind am klimafreundlichsten. | © Michael Stern, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr

Wie klimafreundlich sind einzelne Ernährungsstile?

  • Amanda Buol
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In einer neuen Studie wurden von sieben verschiedenen Ernährungsstilen den Treibhausgasausstoss untersucht. Dabei machen Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Eier rund die Hälfte aus. Der Konsum von pflanzlichen Proteinen hingegen ist viel klimaschonender und verursacht massiv weniger Treibhausgase.

Der WWF liess vom Ökobilanz-Spezialisten ESU-services den Treibhausgasausstoss von sieben verschiedenen Ernährungsstilen berechnen. Das Resultat der Studie weist auf eine bessere Klimabilanz hin, je mehr pflanzlicher anstelle tierischer Produkte konsumiert werde, so der WWF Schweiz. Ein Protein-Junkie verursache mit seinem hohen Konsum an Fleisch, Milchprodukten und Eiern pro Jahr umgerechnet 2’350 kg CO2. Das entspreche rund 11’700 Autokilometern (zum Vergleich: Laut Bundesamt für Statistik fährt die Schweizer Bevölkerung im Schnitt pro Kopf und Jahr fast 10’000 Kilometer mit dem Auto). Der Veganer hingegen, der sich ausschliesslich von pflanzlichen Proteinen ernährt, verursacht mit 1’124 kg CO2 gerade einmal die Hälfte (5’600 Autokilometer).

«Wer seinen Speiseplan mit vegetarischen Gerichten anreichert und Fleisch- und Milchprodukte als etwas Besonderes geniesst, tut der Umwelt viel Gutes»

Christoph Meili, Ökobilanzexperte WWF Schweiz

Das belegt auch das Resultat des Flexitariers, dessen Konsum sich nach der Empfehlung der Schweizer Gesellschaft für Ernährung ausrichtet (für Fleischesser sind zwei- bis dreimal Fleisch pro Woche aus gesundheitlicher Sicht ausreichend). Er schafft es, mit den konsumierten Lebensmitteln nur 1’495 kg CO2 zu verursachen. Tierische Proteine sind im Schnitt für die Hälfte der ernährungsbedingten Umweltbelastungen verantwortlich. Je weniger von ihnen konsumiert wird, desto besser für das Klima.

Vielen Schweizern sei die stärkere Belastung durch tierische Produkte nicht bewusst, so der WWF Schweiz. Dies ist auch durch eine repräsentative Umfrage des BAFU aus dem Jahr 2015 belegt. Dabei stuften die Befragen einen reduzierten Fleischkonsum als am wenigsten wirksam für den Klimaschutz ein. Daher findet der WWF Schweiz wichtig, das Bewusstsein der Konsumenten für umweltschonende Produkte zu fördern, um den ökologischen Fussabdruck reduzieren zu können.

Für die Untersuchung der Studien wurden Aspekte wie Lebensmittelgruppen, wie Fette, Proteine oder Gemüse, aber auch Transport oder Verpackung analysiert.

Detaillierte Informationen zur Studie finden Sie hier »

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