Wettbewerb hilft Artenvielfalt

  • Caroline Nienhuis
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feldhaseWie im Beobachter Natur zu lesen ist, engagieren sich nun die IP-Suisse-Bauern für den Erhalt der Artenvielfalt. Dies setzt das Konkurrenzlabel Bio Suisse unter Druck. Bis anhin war die Artenvielfalt in den Richtlinien von Bio Suisse, aber auch anderen Bio-Organisationen kein Thema. Nun hat IP-Suisse die Richtlinien verschärft und fordert mehr flächendeckende Artenvielfalt. Die IP-Suisse-Bauern müssen jetzt Ökowiesen ansäen, Hecken und Bäume pflanzen oder Buntbrachen pflegen um genügend Punkte aufzuweisen. Bei ungenügender Punktezahl wird das IP-Label ab 2015 entzogen.

Das Punktesystem wurde von Markus Jenny von der Vogelwarte Sempach und anderen Agrarökologen sowie dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) entwickelt. Die neue Marketingidee ist wegen der günstigeren Konkurrenz von Discountern wie Aldi und Lidl erschienen, um den Kunden einen weiteren Grund für die Bevorzugung von Schweizer Produkten zu geben. Damit kann sich IP-Suisse auch besser als Ökolabel positionieren.

Obwohl sich die Naturschützer über das neue Engagement freuen, gibt es kritische Einwände. Denn einerseits sind die Massnahmen noch nicht umgesetzt oder geprüft worden und andererseits könnten bis zu einem Drittel der IP-Bauern sich weigern die Leistungen für die Artenvielfalt einzusetzen. Zusätzlich belegen zahlreiche wissenschaftliche Studien, dass Biohöfe eine höher Artenvielfalt aufweisen als IP-Betriebe, welche auch weiterhin Pestizide und Mineraldünger benutzen. Auf jeden Fall haben beide Labels ihre Vor- und Nachteile und klar ist, dass ein Optimalbauer ein Biobauer wäre, der sich wie die IP-Bauern vermehrt für die Artenvielfalt einsetzt.

Beobachter Natur

1 Kommentar

  • walter

    Leider ist das Meiste ein Witz!Ich bin Bauer und sorgte für vielfalt.Daführ wurde ich bei den Direkzahlungen bestraft.(zuviel Waldfläche in Waldweide)Bei mir sind mehrere geschützte Blumen,alle Baum- und Sträucherarten vorhanden.Die Waldameise.Von IP zu wenig Punkte.
    Zuerst muss man alles zerstören dan bekommt man Prämien um wieder anzupflanzen oder säen aber für das was da ist nichts.

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