Torf, Moor, Hochmoor

Weniger Torf bei Coop

  • Manuela Just
  • -

Mit Coop will ein grosser Player im Handel mit Gartenerden den Torfanteil in ihren Erd-Produkten massiv senken. Pro Natura sieht darin ein starkes Signal, dass torffreie Schweizer Gärten Realität werden. Sie begrüsst den Schritt von Coop und ruft Aldi, Jumbo, Landi, Migros und Co. sowie die Gartenerdenproduzenten auf, dem Beispiel zu folgen.

Ab 2013 möchte Coop bei ihren Eigenmarken komplett auf Torf verzichten. Gleichzeitig verpflichtet Coop ihre Lieferanten, den Torfanteil in ihren Markenprodukten zu senken. „Coop macht einen ersten, wichtigen Schritt auf dem Weg zu torffreien Schweizer Gärten“, sagt Beat Hauenstein, Kampagnenkoordinator bei Pro Natura. Er fordert die übrigen Händler und Pflanzenproduzenten auf, nach zu ziehen.

Moore und Moorlandschaften sind einzigartige Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten und leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. In den Torfböden von Mooren lagern Tausende Tonnen C02, das aus der Atmosphäre gebunden wird. Wird ein Moor zerstört, wird dieses CO2 freigesetzt. In der Schweiz ist der Abbau von Torf seit 1987 verboten. „Torf im eigenen Garten ist wie der Stosszahn eines Elefanten in der Stube. … Heute kann man wunderbare Gewächse im eigenen Garten ziehen, ohne dass Torf der Gartenerde beigemischt sein muss. Es gibt hochwertige, natürliche Torfersatzstoffe“, so Beat Hauenstein.

Als Gartenbesitzer/in können Sie sich aktiv um einen torffreien Garten kümmern. Der Ratgeber „Torffrei gärtnern“ von Pro Natura verrät Ihnen auf was Sie achten müssen und welche Schweizer Händler torffreie Produkte anbieten.

Weitere Informationen

Torffrei gärtnern

Bild: Elke Freese (Wikimedia Commons)

Beitrag kommentieren