Weniger Mittelspechte im Kanton Zürich

  • Redaktion Naturschutz
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In der Schweiz brüten nur noch um die 250 bis 300 Mittelspecht-Paare – 106 davon kommen gemäss einer neuen Studie im Kanton Zürich vor. Damit ist die Zürcher Population seit 1978 um satte 22 Prozent geschrumpft, der hauptsächliche Rückgang erfolgte ab 1988.
In den letzten Jahrzehnten hat sich das Waldbild in den Eichenwäldern durch die Forstwirtschaft und durch starke Stürme negativ verändert, was gemäss den Autoren der Studie die Hauptursache für den Bestandsrückgang des Mittelspechts im Kanton Zürich ist. Die Studie zeigt auch, dass das Verbreitungsareal des Mittelspechts im Kanton Zürich zwischen 1978 und 2002 um knapp die Hälfte geschrumpft ist. Verlassen wurden vor allem diejenigen Wälder, die am weitesten von grösseren Mittelspechtbeständen entfernt liegen, deren Isolation also gross ist.
Umfassende Schutzmassnahmen sind vor allem in den grossen Vorkommenszentren sehr dringend. Zudem fordern die Autoren in allen bestehenden und ehemaligen Eichenwäldern ein Schlagmoratorium für Eichen. Weiterhin wichtig bleiben auch alle kleineren Eichenwaldflächen, auch wenn in diesen der Mittelspechtbestand längst erloschen ist.

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