© Schweizer Tierschutz STS
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Wenig weniger Tierheim-Tiere

  • Nicole Wabersky
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Erstmals seit Jahren ist die Anzahl der von STS-Tierheimen aufgenommenen Tiere 2013 leicht zurückgegangen. Aber noch immer sind es annähernd 19 ́000 Hunde, Katzen, Nager, Reptilien und andere Tiere die in den Tierheimen und Auffangstationen von Sektionen des Schweizer Tierschutz STS binnen eines Jahres Unterschlupf und Betreuung fanden.

Die jährliche Tierschutzstatistik des Schweizer Tierschutz STS umfasst die Angaben von 65 dem STS angeschlossener kantonaler und regionaler Tierschutzvereine aus der gesamten Schweiz sowie aus dem Fürstentum Liechtenstein.

18 ́773 Tiere haben die STS-Sektionen bzw. deren Tierheime und Auffangstationen im Jahr 2013 aufgenommen. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von 1 ́240 Tieren (- 7 Prozent).

Unverändert blieb das Verhältnis vermittelter Tiere zur Gesamtzahl aufgenommener Tiere. Es konnte im Jahr 2013 für rund 68 Prozent der Tierheim-Tiere ein neues Zuhause gefunden werden.

© Schweizer Tierschutz STS
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Weiterhin hoch ist der Anteil der Katzen: Auch 2013 waren mehr als 62 Prozent der Tierheim-Tiere Büsis. Fast die Hälfte dieser Tiere wurden als Findeltiere registriert. Wenig verändert hat sich Zahl der Hunde, allerdings sind es hier, anders als bei den Katzen, mehrheitlich Verzichttiere, die vom Tierschutz übernommen werden. Bei den übrigen Tieren wurde bei der Erhebung 2013 erstmals die Anzahl Reptilien separat abgefragt. Demnach wurden insgesamt 747 Reptilien, davon 666 Schildkröten, von STS-Sektionen betreut.

Während die Tierschutzstatistik bei der Gesamtzahl der Tierheim-Tiere eine leicht rückläufige Tendenz ausweist, fällt auf, dass sich die Zahl beschlagnahmter Heimtiere um 34 Prozent auf mehr als 1500 Tiere erhöht hat. Das entspricht einer Verdoppelung innerhalb zweier Jahre.

Werden in der Schweiz mehr Heimtiere unter tierschutzwidrigen Bedingungen gehalten, werden mehr Haustiere gequält, als dies früher der Fall war? „Nein“, sagt STS-Präsident Heinz Lienhard, „vielmehr dürfte die zunehmende Anzahl der Beschlagnahmungen auf eine grössere Sensibilität für den Tierschutz in der Bevölkerung und auch bei den zuständigen Veterinärbehörden zurückzuführen sein.“

Damit fügt sich die steigende Zahl beschlagnahmter Heimtiere laut STS durchaus in das Gesamtbild der Tierschutzstatistik 2013 ein.

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