Siebenbrunnen Quelle Wasser

Wem gehört das „blaue Gold“ der Alpen?

  • Eliane Küpfer
  • -

Die Gletscher, Quellen, Bäche, Flüsse und Seen der Alpen geben 170 Millionen Menschen Wasser. Das Wasser der Alpen ist heiss begehrt – und begrenzt, schreibt die CIPRA. Auch wenn vielen das nicht be- wusst ist. Es ist unabdingbar, auch für für Landwirtschaft, Tourismus und Energiewirtschaft . Daher erfordert diese kostbare Ressource eine hohe Verantwortung von allen Interessensgruppen.

Wer trägt die Verantwortung?
Die Alpenstaaten müssen sich den Herausforderungen wie Wasserknappheit, Wasserversorgung und unterschiedlichen Nutzungsinteressen stellen. Die internationale Alpenschutzkommission CIPRA macht diese aktuelle Frage zum Thema ihrer Jahresfachtagung von 10. bis 12. Oktober 2013 in Bozen/I. WissenschaftlerInnen, UmweltschützerInnen und PolitikerInnen beleuchten verschiedene Facetten im verantwortungsvollen Umgang mit Wasser aus den Alpen. Sie zeigen unter anderem auf, wie Städte und ihre BürgerInnen sinnvoll mit ihren Gewässern umgehen können.

Die CIPRA hatte vor zehn Jahren den Alpenstaaten einen Vorschlag für ein Wasserprotokoll der Alpenkonvention vorgelegt. Bis heute gibt es keine gemeinsame rechtliche Grundlage für die Nutzung und den Schutz des Wassers in den Alpen, schreibt die CIPRA. Angesichts von Tendenzen zur Privatisierung der Trinkwasserversorgung und im internationalen Jahr der Wasserkooperation ist es der richtige Zeitpunkt, über die Verantwortung für das „blaue Gold der Alpen“ zu diskutieren. Die CIPRA geht bei der Jahresfachtagung unter anderem folgenden Fragen auf den Grund: Wie arbeiten Gemeinden im Wassermanagement zusammen? Wie geht die Gesellschaft mit den Ursachen und Folgen des Klimawandels um? Wer entscheidet, in welchem Bachbett Wasser oder Strom fliesst? Was braucht es, damit Politik und Gesellschaft nachhaltig handeln? Aufgezeigt werden auch Erfahrungen im Umgang mit dem Rhein, dem grössten Fluss der Alpen, und von Vorbildern wie Annecy, der Stadt am saubersten See Europas. Die Teilnehmenden sind eingeladen, sich an der Debatte zu beteiligen. Beispiele, wie die Gastregion Südtirol mit seinem Wasser umgeht, gibt es auf Exkursionen zu erfahren.

Bild: RetoGalli, Siebenbrunnen, [ CC-BY-3.0], via Wikimedia Commons

Hier zur Fachtagung anmelden

Beitrag kommentieren