Über 100'000 Karten von Kindern und Jugendlichen aus aller Welt wurden zur grössten Postkarte der Welt zusammengesetzt. © DEZA.
Über 100'000 Karten von Kindern und Jugendlichen aus aller Welt wurden zur grössten Postkarte der Welt zusammengesetzt. © DEZA.

Weltrekord macht auf den Klimawandel aufmerksam

  • Redaktion Naturschutz
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Mit mehr als 100’000 Karten mit Klimaversprechen und -botschaften von Kindern und Jugendlichen aus aller Welt wird auf dem Jungfraujoch ein neuer Guinness-Weltrekord aufgestellt: Die grösste Postkarte aller Zeiten soll auf den Klimawandel aufmerksam machen.

Die Schweizerische Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) will mit seiner Weltrekord Aktion darauf aufmerksam machen, dass es laut IPCC weiterhin möglich ist, die Klimaerwärmung global auf maximal +1.5°C zu beschränken. Um dieses Ziel noch erreichen zu können, kommt Kindern und Jugendlichen eine Schlüsselrolle zu – sowohl als Generation, welche länger unter dem Klimawandel leiden wird, wie auch als treibende Kraft mit konkreten Taten gegen den Klimawandel. Für den Guinness-Weltrekord mobilisierte die DEZA Kinder und Jugendliche auf der ganzen Welt, wie das EDA berichtet.

«We are the future give us a chance»

Der gewählte Ort für den Guinness-Weltrekord auf dem Aletschgletscher auf gut 3400 m ü. M. ist auch ein Signal dafür, dass hochgelegene Bergregionen und damit viele Gletscher überproportional von der Klimaerwärmung betroffen sind. Viele Gletscher werden rapide zurückgehen und schon in naher Zukunft vollständig verschwinden. Diese Entwicklung ist überall auf der Welt zu beobachten. Die Schweiz mit ihren vielen Gletschern ist besonders stark betroffen.

Im Zentrum der Aktion auf dem Jungfraujoch stehen die Klimaversprechen und -botschaften der jungen Menschen, welche zusammengefügt die grösste Postkarte aller Zeiten ergeben. Auf einer Gesamtfläche von rund 2500 m2 sind zwei Botschaften zu sehen: «STOP GLOBAL WARMING # 1.5 °C» und «WE ARE THE FUTURE GIVE US A CHANCE». Dabei stammen mehr als 80% der Karten aus DEZA-Partnerländern, in denen die Aktion bei Schulen und Bildungsverantwortlichen auf sehr grossen Anklang gestossen ist. In vielen Partnerländern der schweizerischen Entwicklungszusammenarbeit sind die Folgen des Klimawandels bereits heute spürbar, dringende Anpassungsmassnahmen müssen vorgenommen werden.

 Der Ort für den Guinness-Weltrekord auf dem Aletschgletscher ist ein Signal dafür, dass Bergregionen und damit viele Gletscher überproportional von der Klimaerwärmung betroffen sind. © DEZA.
Der Ort für den Guinness-Weltrekord auf dem Aletschgletscher ist ein Signal dafür, dass Bergregionen und damit viele Gletscher überproportional von der Klimaerwärmung betroffen sind. © DEZA.

Klimaschutz und Entwicklungszusammenarbeit sind verknüpft

Die weltweiten Klimaveränderungen stellen die Entwicklungsakteure vor neue Herausforderungen. Der Klimawandel beeinträchtigt die Entwicklung und gefährdet bereits erreichte Fortschritte. Entwicklungsländer und arme Bevölkerungsgruppen sind zwar stärker von den Klimaauswirkungen betroffen, doch gleichzeitig nimmt auch der Anteil der Entwicklungsländer an den globalen Treibhausgasen ständig zu. Aus diesem Grund gewinnen der Klimaschutz und der Umgang mit dem Klimawandel in der Entwicklungszusammenarbeit zunehmend an Bedeutung.

Botschaft der Jugendlichen wird verbreitet

Im Anschluss an den Guinness-Weltrekord wird eine gedruckte Postkarte hergestellt, um Botschaften von Jugendlichen in alle Welt zu verschicken. Einige davon sollen an die Teilnehmenden der nächsten globalen Klimakonferenz in Polen im Dezember 2018 vom höchsten Postbüro Europas auf dem Jungfraujoch gesendet werden. Der gemeinsam mit WAVE (World Advanced Vehicle Expedition) und weiteren Partnern konzipierte Weltrekord wird klimaneutral durchgeführt; sämtliche entstandenen CO2-Emissionen werden doppelt kompensiert.

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