© brue' [CC-BY-SA-3.0], via flickr
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Weltkonferenz zur Biodiversität in Südkorea

  • Roman Vonwil
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Vom 6. bis 17. Oktober 2014 findet in Pyeong Chang in Südkorea die 12. Vertragsparteienkonferenz der UNO zum Übereinkommen über die Biologische Vielfalt statt. Der Bundesrat hat an seiner heutigen Sitzung das entsprechende Mandat erteilt. Im Zentrum der Konferenz stehen die Umsetzung der globalen Strategie zur Erhaltung der Biodiversität sowie die erste Vertragsparteienkonferenz zum Nagoya-Protokoll.

Die Biodiversität nimmt seit Jahrzehnten weltweit ab. Damit sind ihre Leistungen, die für die Menschen unverzichtbar sind, gefährdet. Dem will das internationale Übereinkommen über die Biologische Vielfalt (CBD) entgegenwirken. Seine Ziele sind die Erhaltung der Biodiversität, ihre nachhaltige Nutzung und die gerechte Aufteilung der Vorteile aus der Nutzung genetischer Ressourcen. Die CBD wurde von der Schweiz vor 20 Jahren ratifiziert. Bis heute sind 193 Länder dem Übereinkommen beigetreten. Die 12. Vertragsparteienkon­ferenz, die vom 6. bis 17. Oktober 2014 in Pyeong Chang (Südkorea) stattfindet, wird die bisherige Umsetzung des Strategischen Plans für die Biodiversität 2011-2020 und den weltweiten Zustand der Biodiversität analysieren sowie über weitere Massnahmen befinden.

Vom 13. bis 17. Oktober findet in Pyeong Chang auch die erste Vertragsparteienkonferenz des Nagoya-Protokolls statt. Dieses Protokoll tritt am 12. Oktober 2014 in Kraft und regelt den Zugang zu genetischen Ressourcen sowie die gerechte Aufteilung der Vorteile, die sich aus ihrer Nutzung ergeben. Es trägt damit zur Umsetzung der Ziele der CBD bei.

Die Schweiz wird sich an der Konferenz insbesondere für eine verbesserte Kontrolle des Vollzugs sowie für Verbesserungen der Berichterstattung der Vertragsparteien zu Handen der Konvention einsetzen. Zudem sollen die Synergien zwischen den verschiedenen Konventionen zur Biodiversität besser genutzt werden.

Auch die Finanzierung der Massnahmen im Rahmen der Biodiversitätskonvention steht auf der Traktandenliste. Die Schweiz trägt die an der letzten Konferenz 2012 beschlossene Verdoppelung der internationalen Mittel mit. Sie wird sich aber auch dafür einsetzen, dass positive Anreize zum Schutz der Biodiversität gefördert werden und die Länder sowohl eigene Finanzquellen erschliessen als auch darüber diskutieren, Mittel aus dem privaten Sektor zu mobilisieren.

Mehr Informationen sind hier zu finden.

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