© Martin Harvey / WWF
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Welt-Tigertag: Die Grosskatze ist stark gefährdet

  • Kathrin Ruprecht
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Heute ist Welttag der Tiger. Die Tiere haben etwas Aufmerksamkeit verdient, denn sie stehen unter grossem Druck.Ein Drittel der Tigerunterarten ist bereits ausgestorben.

Heute ist der Internationale Tag des Tigers. Die grösste Raubkatze der Welt steht unter starkem Druck. Weltweit gibt es noch rund 3200 Exemplare der charismatischen Grosskatze. Von ursprünglich neun Unterarten leben heute nur noch sechs, schreibt der WWF.

© WWF Malaysia
© WWF Malaysia

Umso erfreulicher ist, dass sich die Amur-Tiger im fernen Osten Russlands erholen. In den vergangenen zehn Jahren ist ihr Bestand auf rund 510 Tiere angewachsen, wie die Resultate einer vom WWF mitunterstützte Tiger-Zählung im vergangenen Mai zeigten. Bei der vorherigen Zählung im Jahr 2005 wurden noch knapp 60 Exemplare weniger gezählt. Den Erfolg führt der WWF vor allem auf den verbesserten Schutz des Tiger-Lebensraumes, eine effektivere Strafverfolgung von Wilderern und die Eindämmung der illegalen Jagd auf Huftiere – eine wichtige Nahrungsquelle für Grosskatzen – zurück.

Der WWF will zusammen mit den Regierungen der Tiger-Staaten die Zahl der wildlebenden Tiger bis 2022 auf mehr als 6000 verdoppeln. Dafür braucht es systematische Zählungen, für die der WWF fachliche und finanzielle Unterstützung bietet.

10 Fakten zum Tiger:

  1. Tiger sind laut der Internationalen Artenschutzkonvention IUCN „stark gefährdet“.
  2. Von ursprünglich neun Tigerunterarten leben heute noch sechs: Sumatra-Tiger, Amur Tiger, Bengal-Tiger, Indochinesischer Tiger, Südchinesischer Tiger und Malaysia-Tiger. Ausgestorben sind: Bali-Tiger, Java-Tiger und Kaspischer Tiger.
  3. Seit 1900 ist die Zahl der Tiger um 97 Prozent auf ca. 3200 Tiere weltweit gesunken.
  4. Jeder Tiger hat ein individuelles Muster mit schwarzen Streifen, das bis in die Haut geht.
  5. Der Mensch ist des Tigers grösster Feind: Die illegale Jagd und der Handel mit Tigerprodukte (Felle, Knochen für die traditionelle asiatische Medizin) bedroht die Grosskatze. Der Rückgang ihres Lebensraums infolge Waldverlust, Infrastrukturbauten und Bevölkerungswachstum tut sein weiteres dazu.
  6. Tiger kommen in unterschiedlichen Arten von Lebensräumen vor, vom hochalpinen Schneegebiet bis zum tropischen Regenwald. Alles, was sie für ihr Überleben brauchen, sind genügend Beutetiere.
  7. Im Gegensatz zu anderen Raubkatzen sind Tiger gute Schwimmer. Sie lieben Wasser.
  8. Tiger sind die grössten Raubkatzen der Erde. Sie können bis zu drei Meter lang und 300 Kilo schwer werden.
  9. In den 1950er und 1960er Jahren wurden Tiger als „Schädlinge“ deklariert und Prämien durch staatlich angeordnete Ausrottungsprogramme gezahlt.
  10. Der WWF hat sich zum Ziel gesetzt, die Zahl der wildlebenden Tiger bis im Jahr 2022 auf etwa 6000 Tiere zu verdoppeln.

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