Weiterhin Handlungsbedarf bei Neuwagen

  • Manuela Just
  • -

Die Schweiz ist nach wie vor ein Paradies für Vans und Offroader, so der Kommentar des VCS Verkehrs-Club der Schweiz zur neuesten Statistik des Bundesamtes für Energie BFE zu den CO2-Emissionen der Neuwagen.

6,39 Liter pro 100 Kilometer betrug der durchschnittliche Treibstoffverbrauch der 2011 in der Schweiz neu in Verkehr gesetzten Personenwagen. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Abnahme um 3,5%. Die durchschnittlichen CO2-Emissionen der Neuwagen sind um 3,7% gesunken und lagen 2011 bei 155 Gramm CO2 pro Kilometer, so das BFE.

Im März 2011 hatte die Bundesversammlung einer Änderung des CO2 -Gesetzes zugestimmt, wonach die CO2-Emissionen von erstmals in Verkehr gesetzten Personenwagen bis Ende 2015 auf durchschnittlich 130 g CO2/km sinken müssen (analog zu den in der EU geltenden Vorschriften). Nach wie vor belasten die Schweizer Neuwagen das Klima im europäischen Vergleich überdurchschnittlich stark. Dänemark etwa kommt auf 127 Gramm CO2 pro Kilometer. Länder wie Frankreich, Italien, Irland, Belgien oder die Niederlande verzeichneten Werte zwischen 130 und 136 Gramm pro Kilometer. Angesichts des Rückstands auf die übrigen europäischen Länder appelliert der VCS an die Schweizer Autoimporteure, bei der Umsetzung dieser neuen Vorschriften keine Zeit zu verlieren.

130 Gramm sind noch zu wenig, findet der VCS: Um den Schweizer Automobilverkehr dauerhaft umweltgerechter zu gestalten, müssen die CO2-Emissionen der Neuwagen auch nach 2015 weiter gesenkt werden. Der VCS ist deshalb erfreut, dass der Bundesrat im Rahmen der Energiestrategie 2050 die Effizienz der Neuwagen bis 2020 auf 95 Gramm pro Kilometer verbessern will. Ziel sollt jedoch die Reduktion des CO2-Ausstosses bei Neuwagen bis 2020 auf 80 Gramm pro Kilometer sein.

Weitere Informationen

www.verkehrsclub.ch
www.bfe.admin.ch

Bild: Roland zh (Wikimedia Commons)

Beitrag kommentieren