Weitere Zunahme der Tierversuche in der Schweiz

  • Redaktion Naturschutz
  • -

Gemäss der heute veröffentlichten Tierversuchsstatistik 2005 wurden im vergangenen Jahr 550'505 Tiere verwendet – das sind 52'719 Tiere oder 10,6 % mehr als im Vorjahr. Ausschlaggebend ist die Zunahme bei den Mäusen (+60'000), teilweise bedingt durch die gentechnisch veränderten Mäuse (+13'000). Neben dem Wachstum in der Grundlagenforschung fällt die ausgeprägte Zunahme von Qualitätsprüfungen von Hormonpräparaten auf (+23'000 Tiere).
Gesunken ist hingegen die Belastung der Versuchstiere: Schweren Belastungen ausgesetzt waren 3,5 % der Tiere (2004: 4,5 %). Die schwerbelastenden Versuche dienten insbesondere der Entwicklung und Prüfung neuer Medikamente (Tropenkrankheiten und andere) sowie toxikologischen Abklärungen (v.a. Ökotoxikologie mit Fischen).
Für Kosmetika wurden 2005 wiederum keine Tiere gebraucht. Zwei Drittel der Versuchstiere wurden in der Industrie eingesetzt, ein knappes Drittel an Hochschulen und Spitälern. Bei über 90 % der in bewilligungspflichtigen Tierversuchen eingesetzten Tieren handelte es sich um Nagetiere wie Mäuse, Ratten, Hamster oder Meerschweinchen. Weiter wurden Fische, Kaninchen, verschiedene Haustierarten, Affen, Geflügel und Amphibien verwendet. (sb)

Links zum Beitrag
BVET
Stellungnahme Schweizer Tierschutz

Beitrag kommentieren