Die geringe Weinernte 2015 wird mit der Qualität des Weins wettgemacht. | © Yvonne Buol
Die geringe Weinernte 2015 wird mit der Qualität des Weins wettgemacht. | © Yvonne Buol

Wein mit Jahrgang 2015 wird hervorragend

  • Amanda Buol
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Die ausgesprochen warme und sonnige Witterung hat dem Schweizer Weinbau dieses Jahr eine traumhafte Traubenqualität mit einem überdurchschnittlichen Zuckergehalt beschert. Dass das Erntevolumen mit rund 85 Millionen Litern dennoch unter dem Vorjahresniveau lag, erklärt sich mit der diesjährigen Trockenheit. Auch wenn die ersten Weine des Jahrgangs 2015 erst in ein paar Monaten auf den Markt kommen, so sprechen die Schweizer Winzerinnen und Winzer schon jetzt von einem hervorragenden Jahrgang.

Nach einem generell zu milden Winter, aber kalten Februar, trieben die Reben im Frühling 2015 etwas später aus als im langjährigen Durchschnitt. Ein sehr milder Frühling und ein ausgesprochen sonniger April beschleunigten dann allerdings die Vegetationsentwicklung, sodass die Blüte vielerorts deutlich früher als üblich erfolgte. Ein extrem heisser Sommer und verbreitet wenig Niederschläge sorgten anschliessend für einen hohen Zuckergehalt bei der Ernte.

Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) berichtet, dass sich durch die optimalen Witterungsverhältnisse seit der Blüte der Schädlingsdruck in Grenzen gehalten habe. Auch die berüchtigte Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) bereitete glücklicherweise kaum Probleme. Dafür kämpften Winzerinnen und Winzer mit den plötzlich aufgetretenen und bisher ungeklärten Schäden durch den Einsatz des Pflanzenschutzmittels „Moon Privilege“, was den Ertrag teilweise minderte.

Die punktuellen Ertragseinbussen sowie die anhaltende Niederschlagsarmut reduzierten folglich das Erntevolumen im Vergleich zum Vorjahr um knapp 9 %. Die Weinernte 2015 ist damit eine der kleinsten der letzten Jahre. Das gesunde Traubengut und die hohen Zuckerwerte lassen jedoch einen hervorragenden Jahrgang erwarten.

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