Bild: Islandmen (Eigenes Werk) [CC-BY-3.0], via Wikimedia Commons
Bild: Islandmen (Eigenes Werk) [CC-BY-3.0], via Wikimedia Commons

Weg frei für den Lachs!

  • Daniela Cervenka
  • -

12’000 Personen fordern zusammen mit rund zwanzig Umweltorganisationen freie Bahn für den Lachs! Die Lachs-Petition des WWF wurde heute dem französischen Wasserdirektor, Laurent Roy, an der Rhein-Ministerkonferenz in Basel übergeben. Im Visier stehen die acht Kraftwerke der französischen Électricité de France im Elsass. Sie bilden das letzte grosse Hindernis, das dem Lachs auf seiner Wanderung von der Nordsee bis nach Basel im Wege steht.

Einst war der Rhein der grösste Lachsfluss in Europa: Rund eine Million Lachse schwammen im Rhein. Ihre Laichgründe reichten bis in die Voralpen. Doch dann wurden entlang dem Rhein und seiner Zuflüsse zahlreiche Wehre und Kraftwerke gebaut, mit schlimmen Folgen für den Wanderfisch: Seit fünfzig Jahren gilt der Lachs in der Schweiz als ausgestorben. Ruedi Bösiger vom WWF Schweiz fordert: „Frankreich muss endlich seine Hausaufgaben lösen“. Die letzten acht Kraftwerke zwischen Strassburg und Basel sollen mit Fischtreppen passierbar gemacht werden. Laut der Internationalen Kommission zum Schutze des Rheins (IKSR) soll der Lachs bis 2020 wieder nach Basel zurückkehren können, jedoch bedarf es in den kommenden Jahren konkrete Massnahmen.

Bereits viele Wehre und Kraftwerke wurden in den letzten 20 Jahre fischgerecht saniert und zeigen erste Erfolge. Der Lachs kehrte an seine ursprünglichen Laichplätze am Mittelrhein zurück. Doch damit er wieder zahlreich in der Schweiz anzutreffen ist, müssen die französischen Kraftwerke fischgerecht saniert werden.

Soeben wurde an der heutigen Rheinministerkonferenz beschlossen die Biodiversität zu erhalten und zu verbessern, wie auch die Durchgängigkeit des Rheins zu erhöhen. Ziel ist es, dass bis 2020 der Atlantische Lachs wieder nach Basel zurückkehrt. Nun liegt es an den Anrainer-Staaten die formulierten Ziele auch in die Praxis umzusetzen.

Weitere Informationen zur Lachs-Petition

Beschluss 15.Rheinministerkonferenz

Beitrag kommentieren