Wassermanagement im Einzugsgebiet

  • Monika Jung
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fluss_birsDamit verschiedene Herausforderungen im Umgang mit den Wasserressourcen bewältigt werden können, müssen die Gewässer integral im Einzugsgebiet bewirtschaftet werden. Wasser-Agenda 21 – ein Zusammenschluss wichtiger Akteure der Schweizer Wasserwirtschaft – und betroffene Bundesämter haben am 17. Januar 2011 ein Leitbild für die integrale Bewirtschaftung des Wassers im Einzugsgebiet herausgegeben.

Gemäss Wasser-Agenda 21 sind der Druck auf die Wasserressourcen, die zunehmenden Interessenkonflikte und die Komplexität der Gewässersysteme eine grosse Herausforderung. Für einen zukunftsgerichteten Umgang ist eine integrale Bewirtschaftung des Wassers auf der Ebene von Einzugsgebieten, ein so genanntes „Einzugsgebietsmanagement“, unverzichtbar. Die verschiedenen Interessen und Ansprüche an Gewässer und Wasservorkommen müssen aufeinander abgestimmt werden. Wichtig ist, dass die Schnittstellen zur Land- und Forstwirtschaft, zur Raumplanung sowie zu Natur- und Landschaftsschutz berücksichtigt werden.

Dieser Ansatz, bei dem Gewässer und die zugehörigen Infrastrukturen im Rahmen ihrer Einzugsgebiete als Einheit betrachtet werden, erlaubt eine effiziente und Ziel gerichtete Wasserwirtschaft. Einzelne Kantone haben die Bewirtschaftung im Einzugsgebiet bereits in ihrer Gesetzgebung verankert und bei der Realisierung von Projekten Erfolge erzielt. Ausserdem erlaubt dieser Ansatz eine optimale Wahrnehmung der neuen Aufgaben im Bereich der Gewässerrenaturierung und Sanierung der Wasserkraft, welche im Bundesgesetz über den Gewässerschutz verankert sind und am 1. Januar 2011 in Kraft getreten sind.

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