Bielersee bei Hagneckkanal

Wasser – marsch!

  • Nora Kieselbach
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Die grossen Schneemengen in den Bergen sind in den vergangenen Wochen kontinuierlich geschmolzen, sodass die Jurarandseen und der Zürichsee wieder normal reguliert werden können. Der Bund hatte Mitte März zusammen mit den betroffenen Kantonen das Tiefhalten der Seepegel als vorsorgliche Massnahme gegen potenzielle Frühlingshochwasser beschlossen, wie das Bundesamt für Umwelt BAFU mitteilt.

Wegen der überdurchschnittlich hohen Schneemengen hatte der Bund gemeinsam mit den Kantonen Bern, Aargau, Solothurn, Neuenburg, Waadt, Freiburg, Zürich, Schwyz und St.Gallen beschlossen, die Pegel der Jurarandseen (Neuenburger-, Bieler- und Murtensee) und den Pegel des Zürichsees tief zu halten. Ziel dieser Massnahme war es, für mögliche Frühlingshochwasser mehr Platz in den Seen zu erhalten.

Die Mitte März beschlossene Abweichung von den Reguliervorschriften ist nach Einschätzung der Fachstellen des Bundes und der Kantone nun nicht mehr nötig, da in den vergangenen drei Monaten grosse Mengen Schnee geschmolzen sind. Bund und Kantone haben deshalb am letzten Freitag gemeinsam entschieden, die Jurarandseen und den Zürichsee wieder normal zu regulieren.

Noch ist die Schneeschmelze nicht vollständig abgeschlossen; In den grösseren Gewässern besteht jedoch keine akute Hochwassergefahr. Bei möglichen gewittrigen Schauern sind jedoch lokal Überschwemmungen nicht auszuschliessen. Der Bund und die Kantone verfolgen die Lage weiterhin.

Weitere Informationen

Bundesamt für Umwelt BAFU

Bild: Schnäggli (Wikimedia Commons)

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