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Was gibt das Meer noch her?

  • Eliane Küpfer
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Die Ozeane sind überfischt! Das wissen wir inzwischen, dennoch machen uns Nachhaltigkeits-Labels glauben, dass es in Ordnung ist Fisch zu essen, wenn wir dabei darauf achten, woher der Fisch stammt. Laut fair-fish geht diese Rechnung aber nicht auf.

Von den in der Schweiz konsumierten Fischen werden 95 Prozent importiert. Dabei kommen sie schon längst nicht mehr aus den europäischen Meeren, die sind bereits geplündert. Weltweit sind 32 Prozent der Fischbestände massiv überfischt. Das bedeutet: es wird mehr Fisch entnommen, als wieder nachwachsen kann. Besonders schlimm ist die Situation bei langsam wachsenden Arten mit einer späten Geschlechtsreife, so wie beispielsweise den Tunfischen. Sie werden oft vor der Fortpflanzung gefangen, es gibt also gar keine junge Generation mehr, die sie ersetzten könnte.

Auch dramatisch sind die Fangmethoden, denn sie sind oft eine Qual für die Fische und zerstören das Ökosystem, wie Naturschutz.ch berichtete. Der Fisch aus Übersee ist zudem ein Problem für die Bevölkerung der armen Länder. Unser Fischkonsum bringt die Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika um ihr Einkommen und um ihre Proteine.

Trotzdem essen immer mehr Menschen Fisch, denn Fisch gilt als gesund. Die Werbung macht uns glauben, dass wir ohne den Konsum von Meeresbewohnern nicht genügend Omega-3 Fettsäuren, Jod und weitere Spurenelemente aufnehmen würden. Wer sich gesund ernährt, kommt aber auch gut ohne Fisch aus, denn es ist die einseitige Ernährung, die zu einem Omega-3 Fettsäuren-Mangel führt.

Fair-fish ruft daher zu einem fairen Fischkonsum auf. Was bedeutet das?

  • Nur noch höchstens einmal im Monat Fisch essen.
  • Wenn Fisch, dann keine schädlichen Fang-und Zuchtmethoden
  • Nur mit einem anerkannten Label

 

Bild: Terry Goss [ CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

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1 Kommentar

  • Alfonso

    Sagt das mal jemand dem Bundesamt für Gesundheit? Die empfehlen nämlich 3x Fisch pro Woche!!!

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