Wanderfalke

Wanderfalke im Aufwind

  • Benjamin Kämpfen
  • -

WanderfalkeDem schnellsten Vogel der Schweiz geht es wieder besser: Mittlerweile brüten wieder rund 350 Paare in der Schweiz, wie die Vogelwarte Sempach am Rande ihrer jährlichen Tagung mitteilte. Selbstverständlich ist das nicht, denn in den Fünfzigerjahren erlitt der Wanderfalke massive Bestandeseinbrüche, die zum fast vollständigen Verschwinden aus der Schweiz und weiten Teilen Europas führten. Der Wanderfalke litt unter schlecht abbaubaren Umweltgiften, die vor allem einzelnen Pestiziden zuzuschreiben waren.

Dank Pestizidverboten und einem rigorosen Schutz konnte sich der Wanderfalke in den letzten Jahren langsam aber stetig erholen. Nun brütet der Wanderfalke wieder in allen Landesteilen, vorzugsweise in steilen und unzugänglichen Felswänden. Als hochspezialisierter Jäger ernährt sich der Wanderfalke ausschliesslich von anderen Vögeln, welche er im schnellen Sturzflug erbeutet. In den letzten Jahren hat der Wanderfalke auch den Sprung in die Städte geschafft und brütet regelmässig an Hochkaminen oder anderen markanten Bauten (siehe Webcam-Link unten).

Die Entwicklung des Brutbestands des Wanderfalkens kann dank über 1800 ehrenamtlichen Mitarbeitern der Vogelwarte geschätzt werden. Die Mitarbeiter sind in der ganzen Schweiz unterwegs, um Vögel zu beobachten und zu zählen. Die Schweizerische Vogelwarte analysiert ihre Meldungen und schätzt, wie viele Paare es von den verschiedenen Vogelarten schweizweit gibt.

Vogelwarte Sempach

Wanderfalken-Webcam der Stadt Zürich

Bild: Jari Peltomäki/Vogelwarte Sempach

Beitrag kommentieren