Walliser Wolf: WWF verlangt Aufschub der Abschussbewilligung

  • Redaktion Naturschutz
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Der WWF hat bei den Walliser Behörden beantragt, die Abschussbewilligung für den Wolf, der sich im Gebiet des Chablais aufhält, aufzuschieben. Er zieht nach wie vor auch einen Rekurs in Betracht.
In der Schweiz ist der Abschuss des geschützten Wolfes nur unter strengen Bedingungen zulässig. Der WWF zweifelt, ob diese tatsächlich gegeben sind: „Noch ist unklar, ob es nur ein einziger Wolf war“, meint Walter Vetterli vom WWF Schweiz. „Wir möchten daher die Resultate der zur Zeit laufenden genetischen Untersuchungen abwarten.“
Gemäss Experten befinden sich heute bereits fünf bis zehn Wölfe im Wallis. Sollte sich herausstellen, dass die Attacken mehr als einem Tier zuzuschreiben sind, müsste nach Ansicht des WWF das „Konzept Wolf Schweiz“ des Bundesamtes für Umwelt differenzierter angewendet werden.
Der WWF plädiert dafür, den Herdenschutz zu intensivieren und erklärt sich bereit, die Herdenschutzmassnahmen finanziell über die nationale Koordinationsstelle zu unterstützen. (sb)

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