Walliser Wolf überlebt

  • Barbara Darani
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wolf3Die Abschussbewilligung für den Wolf, der seit 2007 das Zentralwallis durchstreift und am 1. August 2009 im Val des Dix 15 Schafe getötet hat, ist ungenutzt verstrichen. Die Gruppe Wolf Schweiz (GWS) freut sich darüber und fordert zugleich, dass in Zukunft in Naturpärken von nationaler Bedeutung keine Wölfe mehr getötet werden dürfen. In diesen Regionen könnte der Wolf dagegen touristisch vermarktet werden.

Von drei Abschussbewilligungen diesen Sommer wurden zwei in Naturpärken von nationaler Bedeutung ausgestellt: in der UNESCO Biosphäre Entlebuch und im geplanten Naturpark Val d’Hérens, welcher auch das Val des Dix umfasst. Dabei propagieren genau diese Gebiete das nachhaltige Zusammenleben zwischen Mensch und Natur, zu der auch der Wolf als bundesrechtlich geschützte einheimische Tierart gehört. Für die GWS ist dies ein grosser Widerspruch.

Diverse Beispiele aus dem Ausland zeigen, dass sich Wölfe gerade in Naturpärken touristisch vermarkten lassen würden. In Italien, Frankreich und den USA ziehen die wildlebenden Wölfe jährlich tausende Interessierte an. Dies bringt den entsprechenden Regionen durch erhöhte Besucherfrequenzen zusätzliche finanzielle Einnahmen und schafft Sympathien für den Wolf. Dagegen kann die Tötung von Wölfen in Pärken sogar mit Umsatzeinbussen verbunden sein, da Besucher diese Gebiete deshalb möglicherweise gezielt meiden. Wie mehrere repräsentative Untersuchungen zeigen konnten, sind in der Schweiz rund 75% der Bevölkerung für die Rückkehr des Wolfs. Ein Grossteil der Befürworter stammt aus der städtischen Bevölkerung, die auch die wichtigste Zielgruppe der Naturpärke darstellen.

Gruppe Wolf Schweiz

1 Kommentar

  • amarok

    In Wahrheit geht es doch den Wolfpessimisten darum, ihre eigenen Interessen zu wahren. Das führt zur Frage, ob diese engstirnigen Menschen denken, ihnen gehöre dieses Land? Wir alle sind hier auf diesem wunderschönen Planeten nur Gast, er gehört uns nicht. Diese Menschen sehen dieses Land als IHREN Spielplatz und vergessen dabei, dass die Menschheit, wie die Tiere und Pflanzen, für ihren Lebensunterhalt Alles aus der Natur und von unserer Schöpfung zur Verfügung gestellt bekommt. Diese Schöpfung hat den Wolf kreiert und ihm eine spezielle Aufgabe zugeteilt, die solche Menschen, die den Wolf nicht mögen (oder vielleicht hassen?) ihm streitig machen. Als Regulator eines gesunden Wildbestandes sind in dieser Zeit ja die Jäger zuständig und sehen im Wolf DEN Konkurenten, wie die Nutztierhalter auch. Wären diese angesprochenen Menschen wirklich mit der Natur verbunden, würden sie den Wolf als Puzzleteilchen im im grossen Netzwerk der Natur erkennen und akzeptieren und ihre Schafe entsprechend den angebotenen Möglichkeiten schützen. Tun sie aber nicht gerne, ist zu viel Arbeit…

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