mit MM 23.11.16
Fotofallenaufnahme von zwei Tieren des Rudels in der Augstbordregion. | © GWS

Wallis: Identifizierte Jungwölfin bereits zum Abschuss frei

  • Cécile Villiger
  • 3

Gestützt auf DNA-Analysen wurde einen neuen bisher nicht bekannten weiblichen Wolf nachgewiesen. Die Wölfin wurde mit F24 bezeichnet. Gestützt auf den geltenden Regulationsentscheid bedeutet dies: Ein weiterer Jungwolf steht zum Abschuss frei.

Die Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere hat mittels DNA-Analysen einen weiteren weiblichen Jungwolf in der Augstbordregion nachgewiesen. Die Probe wurde von einem Wildhüter am Anfang Dezember 2016 im Rahmen des ordentlichen Monitorings im Raume Moosalp entdeckt und zur Untersuchung an den zuständigen Verein für Raubtierökologie und Wildtiermanagement KORA weitergeleitet. Das nun beim Kanton eingegangene Resultat zeigt, dass es sich um einen bisher nicht bekannten weiblichen Wolf F24 handelt. Die Untersuchung zeigt weiter, dass es keinen Grund gibt, die Wölfe M59 und F14 als Elterntiere dieser Wölfin auszuschliessen.

Anhand weiterer, früherer Proben konnten zudem zwei bereits bekannte Jungtiere formell identifiziert werden. Insgesamt wurden im Augstbordrudel bisher gestützt auf die genetischen Untersuchungen der von den Wildhütern eingeschickten Proben die Jungtiere M72, F22, F23 und F24 nachgewiesen. Die DNA-Analysen bestätigen somit offiziell die Anwesenheit sämtlicher bis anhin beobachteten und bekannten Jungtiere in der Region. Die formelle Identifizierung des Ende Dezember 2016 erlegten Wolfes steht noch aus.

Gestützt auf den mit Zustimmung des Bundesamts für Umwelt (BAFU) getroffenen Regulationsentscheid vom 20. Dezember 2016 des Kantons Wallis wird die DJFW im Rahmen der von der Bundesgesetzgebung vorgesehenen Regulation versuchen, einen weiteren Wolf aus dem Augstbordrudel zu erlegen. Der Regulationsentscheid sieht nämlich gemäss Gesetz die Anpassung der Abschusszahl durch den Kanton vor, sollten im Rahmen des Monitorings weitere Jungtiere festgestellt werden. Die Abschussquote bezieht sich auf die Fortpflanzung des Wolfsrudels: sie beträgt eine Anzahl Wölfe von maximal der Hälfte der Welpen des betreffenden Jahres des Regulationsentscheids, unter Schonung der Elterntiere. Die Regulation eines Wolfsrudels muss bis spätestens Ende März erfolgen. Das BAFU wurde vom Kanton gemäss Regulationsentscheid entsprechend informiert und stimmt dem Vorgehen des Kantons zu.

3 Kommentare

  • Kurt Schneeberger

    @BitteMehrSachlichkeit
    Was für ein gewaltiger Beitrag von Anonymus…
    Was und wer glauben Sie eigentlich zu sein? Ihre Aussage; „…ist ein gutes Beispiel für die menschenverachtende Haltung der meisten Wolfsfreunde“ ist unerhört! Woher haben Sie denn diese Gewissheit? Welche Haltung vertreten Sie gegenüber dem Wolf in der Schweiz? Diese zweite Frage würde mich brennend interessieren. Die Beantwortung dieser Frage würde auch die Auflösung Ihres Beitrages bedeuten.
    Sie fordern mehr Sachlichkeit… Wird die Bekämpfung des Wolfes mit Sachlichkeit betrieben. Haben Sie schon mal die politischen Vorstösse und deren Wortlaut von hohen Politikern aus dem Wallis mitverfolgt. Ist Ihnen dabei auch nur ein Quentchen Sachlichkeit aufgefallen? Ich glaube kaum. Glauben Sie, dass bei Schafhaltern im Wallis in dieser Sache Sachlichkeit an der Tagesordnung ist? Wohl kaum. Was glauben Sie wie sachlich die vielen Jäger sind, welche keine Gelegenheit auslassen um den Wolf zu verunglimpfen? Was glauben Sie, was die Wilderer von Wölfen (und auch Luchsen) an Sachlichkeit vernehmen lassen?
    Der Beitrag der Jeannine Schmid, welchen Sie mit Ihrer hohen Ethik und Moral geisseln möchten ist nicht lupenrein, Ihrer auch nicht..!
    Vermutlich versuchen Sie mit Ihrem „Lorenz-Zitat“ Ihrem Beitrag Gewicht zu verleihen. Ich kenne dieses Zitat nicht und es macht für mich auch keinen grossen Sinn. Es ist durchaus möglich, dass jemand von Menschen enttäuscht wurde und bei Tieren Liebe und Lebenssinn findet. Daraus eine böse Kombination „kombinieren“ zu wollen ist wirklich fragwürdig…
    Es ist erlaubt, anonym zu schreiben, aber vertrauenserweckend ist es nicht. Vielleicht schreiben Sie uns noch wer Sie sind und was Ihre Haltung gegenüber den Grossraubtieren ist.

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  • Jeannine Schmid

    Wo bleibt da die Aufsichtspflicht der Schafbesitzer. Diese sollten geschossen werden und nicht die Wölfe. Dem Wolf wird der Lebensraum genommen und die Schafbesitzer nicht mal gebüsst. Macht nur noch die ganze Natur kappt. Thema des kommenden Krieges: Sauberes Trinkwasser

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    • BitteMehrSachlichkeit

      Frau Schmid, Ihr Kommentar („Schafbesitzer […] sollten geschossen werden und nicht die Wölfe“) ist ein gutes Beispiel für die menschenverachtende Haltung der meisten „Wolfsfreunde“. „Menschenhass und Tierliebe ergeben eine sehr böse Kombination“, schrieb Herr Lorenz schon mal und bezeichnete dieses Verhalten als „soziale Sodomie“.


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