Waldboden

Waldboden ist Boden des Jahres 2011

  • Monika Jung
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WaldbodenUnter den abgefallenen Herbstblättern im Wald gibt es viel zu entdecken: Der Boden eines naturnahen Waldes duftet, federt und ist voller Geheimnisse und Leben. Er ist ein Wasserspeicher und -filter, ein Verwerter von pflanzlichen und tierischen Rückständen und ein vielfältiger und mehrschichtiger Lebensraum. Die Bodenkundliche Gesellschaft der Schweiz hat den Waldboden zum Boden des Jahres 2011 deklariert.

Aktuell sind 31 % der Fläche der Schweiz mit Wald bedeckt. Der Boden unter diesen Wäldern ist vielfältig und oft noch naturbelassen. Sprichwörtlich unter unseren Füssen verborgen, erbringt der Waldboden unbezahlbare Leistungen für eine gesunde und ökologisch funktionsfähige Umwelt. Der Waldboden ist aber auch gefährdet. Die aus Luftfremdstoffen gebildeten und mit den Niederschlägen in den Boden eingetragenen Säuren überfordern heute zunehmend die Pufferkapazität vieler Waldböden. Dies beschleunigt den natürlichen Versauerungsprozess, die Bodenfruchtbarkeit nimmt schleichend ab und letztlich verschlechtern sich die Lebensbedingungen für Wurzeln und Bodentiere. Hinzu kommt, dass gelegentlich unsachgemäss eingesetzte Maschinen bei der Holzernte das Hohlraumsystem der Waldböden beeinträchtigen oder gar schädigen können.

Die Internationale Bodenkundliche Union hat den 5. Dezember jeweils zum Weltbodentag erklärt. Mit der Deklaration des Waldbodens zum Boden des Jahres 2011 macht die Bodenkundliche Gesellschaft der Schweiz auf dessen vielfältige Aufgaben für Natur und Mensch aufmerksam. Sie will dazu beitragen, dass die Gesellschaft sich der Bedeutung des Bodens bewusster wird, denn die Wertschätzung für die Böden ist Voraussetzung für den sorgsamen Umgang mit der wertvollen natürlichen Ressource Boden.

Weitere Informationen

Bodenkundliche Gesellschaft der Schweiz

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