Grüner Fussabdruck, Initiative Grüne Wirtschaft

Von der Wegwerf- zur Kreislaufwirtschaft

  • Nora Kieselbach
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Die Grünen haben es geschafft: Ihre Eidgenössische Volksinitiative „Für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Wirtschaft (Grüne Wirtschaft)“, welche die Initianten mit über 110’000 gültigen Unterschriften Anfang September eingereicht hatten, wurde nun durch die Bundeskanzlei bestätigt und ist somit formell zustande gekommen. Die Prüfung der Unterschriftenlisten hat ergeben, dass von insgesamt 112 843 eingereichten Unterschriften 112 098 gültig sind, teilte die Bundeskanzlei am Donnerstag mit.

Wenn alle Menschen auf der Welt den gleichen Lebensstil wie die Schweizer Bevölkerung hätte, bräuchte es rund DREI Planeten, um alle Bedürfnisse zu befriedigen. Die Schweiz lebt auf viel zu grossem Fuss (naturschutz.ch berichtete) und trägt somit überproportional zur Umweltzerstörung, zum Klimawandel und zur Ressourcenverknappung bei.

Dies soll eine Grüne Wirtschaft ändern, welche den Umbau der Wegwerfwirtschaft zu einer umweltfreundlichen und gerechten Kreislaufwirtschaft vorsieht.

Um dieses Ziel zu erreichen, fordern die Grünen:

  • Die Reduktion des ökologischen Fussabdruckes der Schweiz bis ins Jahr 2050 auf eine Erde. Der ökologische Fussabdruck ist ein Indikator für die Gesamtumweltbelastung. Die natürliche Kapazität der Erde soll respektiert werden. Gleichzeitig sollen alle Menschen dasselbe Recht auf die natürlichen Reichtümer erhalten.
  • Die Verankerung der Ressourceneffizienz und der Nachhaltigkeit im Kapitel Wirtschaft der Bundesverfassung.
  • Einen Auftrag an den Bund, Zwischenziele zur Erreichung des Fussabdrucks einer Erde zu definieren. Er wird verpflichtet, regelmässig über den Stand der Zielerreichung zu informieren.
  • Falls die Zwischenziele nicht erreicht werden, soll der Bund Massnahmen ergreifen. Besondern wichtige und effiziente Massnahmen sind:
    • Forschung und Innovation fördern
    • Vorschriften für Produkte erlassen
    • Synergien zwischen wirtschaftlichen Aktivitäten fördern (z.B. Heizungsverbunde)
    • Eine umfassende ökologische Steuerreform durchführen

 

Initiative für eine grüne Wirtschaft 

Bild: © Grüne Partei der Schweiz

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