mit MM Pro Natura Aargau, Januar 2017
Das "Trottenhuus" in Wegenstetten. | © Pro Natura Aargau

Vom „Trottenhuus“ zum „Flederhaus“

  • Cécile Villiger
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Um eine der letzten Kolonien der aussterbenden Fledermausart der Grossen Hufeisennasen zu retten wird das „Trottenhuus“ und dessen Umgebung im aargauischen Wegenstetten in Stand gestellt. Es soll ein Ort werden zum hautnahen Erleben von Baukultur und zum Miterleben von Artenschutz.

Im 200 Jahre alten Trottenhuus in Wegenstetten AG befindet sich eine Kolonie der vom Aussterben bedrohten Grossen Hufeisennasen- Fledermaus. Eine Untersuchung zeigt auf, wie das Gebäude möglichst schonend genutzt werden kann, um sowohl historisches Kulturgut wie die stark gefährdeten Fledermäuse zu erhalten und eine touristische Aufwertung des Wegenstettertales zu erreichen. Grundstück und Vorgarten werden entsprechend schonend aufgewertet.

Pro Natura hat Ende 2016 das Grundstück erworben und den Wohnteil des Hauses im Baurecht an die Stiftung Ferien im Baudenkmal abgegeben. Oberstes Ziel von der Umweltorganisation ist die Erhaltung des einmaligen und ersten «Naturschutzgebiets auf dem Dachboden». Unterstützt wird diese Zielsetzung vom Jurapark Aargau. Die langfristige Sicherung des historisch wertvollen Gebäudes hat die Stiftung Ferien im Baudenkmal zum Ziel. So können idealtypisch das wertvolle Kulturgut, regionale Vermarktung und das Quartier einer Wochenstube der gefährdendsten Fledermausart der Schweiz langfristig gesichert werden.

Die Grosse Hufeisenase | © F. C. Robiller / naturlichter.de, [CC-BY-SA-2.0], via Wikimedia Commons
Die Grosse Hufeisenase | © F. C. Robiller / naturlichter.de, [CC-BY-SA-2.0], via Wikimedia Commons

2 Kommentare

  • Werner Weibel

    Als Projektleiter für diese einmalige Projekt freut mich insbesondere auch die breite lokale Abstützung und die Unterstüzung von zahlreichen Organisationen, kantonalen Stellen und Einzelpersonen.
    Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, das wir auch alle notwendigen Gelder beschaffen können – wir sind optimistisch – aber Spenden sind jederzeit gerne willkommen.

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  • Christine Dobler Gross

    Tolles Engagement von Pro Natura!

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