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Vom eintönigen Kanal zum naturnahen Bach

  • Nicole Wabersky
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Im letzten Jahrhundert wurde der Chriesbach kanalisiert, seit kurzem fliesst er wieder in einem naturnahen Bett. Von der Revitalisierung profitiert die Vielfalt an Tieren und Pflanzen.

Aber auch Erholungssuchende fühlen sich am wiederbelebten Bachlauf wohl. Die am Chriesbach liegende Eawag nutzt das Aufwertungsprojekt, um ihren «Hausbach» verstärkt in Ausbildung und Forschung zu integrieren.

Einst schlängelte sich der Chriesbach vor seiner Einmündung in die Glatt durch die Landschaft. Häufig überflutete er die nahen Felder. Im Zuge des Autobahnbaus Ende der 70er-Jahre wurde der Chriesbach darum abgesenkt und hart verbaut zu einem eintönigen Kanal. Heute fliesst er mitten durch ein aufstrebendes städtisches Wohn- und Arbeitsgebiet.

Dank eines Aufwertungsprojekts fand er nun zu einer naturnahen Form zurück und erwacht zu neuem Leben – und dies ohne Abstriche beim Hochwasserschutz. Es entstanden neue, vielfältige Lebensräume für kleine Wasserlebewesen und Fische. Zudem ist der Chriesbach nun ein attraktiver Naherholungsraum – dank neuem Uferweg, Sitzgelegenheiten und Zugängen zum Wasser. Neu gesetzte Bäume und Sträucher sorgen bald wieder für üppiges Grün.

Das von der Eawag angeregte Aufwertungsprojekt des kantonalen Amts für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) kostete rund 2,8 Millionen Franken. Der Bund, die Stadt Dübendorf sowie die Eawag unterstützten das Projekt mit namhaften Beiträgen. Ebenfalls massgeblich zur Finanzierung trug der naturemade star-Fonds von ewz bei.

Entlang des revitalisierten Chriesbachs findet am Samstag, den 17. Mai 2014, auf dem Eawag-Areal in Dübendorf ein öffentliches Fest statt. Von 11-17 Uhr ist jedermann eingeladen, den «neuen» Bach aus der Nähe zu begutachten. An zahlreichen Stationen geben Eawag-Forschende und Mitarbeitende des Kantons Einblicke in ihre Forschung, in den Bach und dessen Umgestaltung.

Weitere Informationen zum öffentlichen Fest.
Weitere Informationen zum Chriesbach.

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