Volksinitative fordert Atomausstieg

  • Dominique Haiden
  • -

Bis 2024 wollen die Grünen geordnet aus der Atomenergie aussteigen. Dieses Ziel verfolgen sie mit einer neuen Volksinitiative, deren Text sie letzte Woche bei der Bundeskanzlei zur Prüfung eingereicht haben. Der Ausstieg ist machbar, wie die Grünen an einer Medienkonferenz dargelegt haben.

Die Atomenergie ist die gefährlichste, teuerste und komplizierteste Technologie, um Elektrizität zu erzeugen. Darum fordert die Atomausstiegsinitiative, Atomkraftwerke in der Schweiz zu verbieten. Die AKW in Mühleberg und Beznau sollen so schnell wie möglich vom Netz, die AKW Beznau und Leibstadt sollen nach 40 Betriebsjahren abgeschaltet werden oder früher, sofern die Sicherheit es erfordert.

In ihrem Ausstiegsszenario zeigen die Grünen auf, wie die fünf Schweizer AKW dank Energiesparen, Energieeffizienz und Grünem Strom ersetzt werden können. Dem Stromsparen räumen sie dabei eine hohe Priorität ein. Für mehr Energieeffizienz müssen etwa Elektroheizungen ersetzt, Warmwasser durch Solarkollektoren erzeugt, die Beleuchtung effizienter und bei den Geräten und Industriemotoren Mindestanforderungen an den Energieverbrauch durchgesetzt werden. Die Entwicklung und der Ausbau der erneuerbaren Energien werden dank dem Atomausstieg beschleunigt. Mit Stromeinsparungen und Effizienmassnahmen lassen sich insgesamt 19 TWh pro Jahr einsparen, das ist rund ein Viertel des gesamten Stromverbrauches. Bei den erneuerbaren Energien wird insbesondere die Photovoltaik an Bedeutung gewinnen und die Preise werden sinken. Priorität haben für die Grünen bei allen erneuerbaren Energien jene Projekte, die keine Schutzinteressen tangieren.

Grüne Partei der Schweiz

Beitrag kommentieren