Vogelschutz reicht Petition ein

  • Redaktion Naturschutz
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Der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz hat am 27. Oktober 2008 dem Bundesrat in Bern seine Petition „Für Naturschutz – gegen Eigennutz“ mit 26’523 Unterschriften überreicht. Die Unterschriften aus allen Kantonen der Schweiz kamen in nur vier Monaten zusammen. Mit seiner Petition unterstreicht der SVS, dass Tiere in der Wildnis ein eigenständiges Lebensrecht haben, das auch in der Bundesverfassung festgeschrieben ist.
Die Petition des SVS will, dass die international und national bedeutenden Wasservogelreservate der Schweiz wie das Fanel am Neuenburgersee diese Bezeichnung auch weiterhin verdienen und dass wenigstens dort der Schutz der Natur Vorrang hat vor Eingriffen zugunsten des Menschen. Konkret sollen in den 28 für Wasservögel besonders wichtigen Naturschutzgebieten auch künftig fischfressende Vögel wie Kormorane ihre Eier ungestört ausbrüten dürfen, so wie es die geltende Wasser- und Zugvogel-Reservats-Verordnung garantiert. Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner der Petition fordern deshalb den Bundesrat auf, diese Verordnung keinesfalls so zu ändern, dass in Zukunft die Embryonen zum Ersticken gebracht werden können, indem Beamte die Eier mit Öl bestreichen.
Die 26'523 Personen fordern im weiteren, dass der Schutz des Graureihers und des gefährdeten Gänsesägers vollumfänglich erhalten bleibt. Sie setzen sich auch für den Biber und dessen Schutz ein: Dieses Nagetier soll bei Konflikten wenn irgendwie möglich nicht abgeschossen, sondern umgesiedelt werden. Die drei Grossraubtiere Luchs, Bär und Wolf sollen sich vermehren und eigene Bestände aufbauen können, so wie es das Gesetz vorsieht. Schliesslich verlangt der SVS, dass das bestehende Jagdgesetz nicht zuungunsten der Natur geändert wird.

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SVS

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