Vogeljagd auf dem Balkan

  • Stefanie Pfefferli
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Die Situation im Balkan ist äusserst kritisch: Insgesamt werden in den fünf Ländern (Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Albanien, Montenegro) entlang der Adria-Zugroute jährlich schätzungsweise weit über zwei Millionen Vögel geschossen.
 Unter den erlegten Zugvögel sind auch seltene Wat- und Wasservögel wie Kranich, Löffler und Greifvogelarten. Nach einem anstrengenden Flug über das Mittelmeer kommen die Tiere völlig erschöpft an der Küste an, wo sie bereits von den Jägern erwartet werden. Jagdgesetze, die meilenweit von europäischen Standards entfernt sind, fehlende Schutzbestimmungen für wichtige Vogellebensräume und die Missachtung gesetzlicher Grundlagen sowie die Jagd in Schutzgebieten stehen in beinahe allen Ländern entlang der Adria-Zugroute auf der Tagesordnung.

Die ARD strahlt einen aktuellen Beitrag über die illegale Vogeljagd in den Schutzgebieten an der östlichen Adriaküste am 5.11.2011 im Europamagazin von 16.30 – 17.00 Uhr aus. Im Zentrum des Berichts steht der Naturpark Hutovo Blato im bosnischen Teil des Neretva Deltas. Das ARD-Team begleitete EuroNatur-Projektleiter Martin Schneider-Jacoby in den Naturpark und dokumentierte die illegale Bejagung der Vögel im Schutzgebiet.

Weitere Informationen

Löffler- Bild: Andreas Trepte (Wikimedia Commons) www.photo-natur.de

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