Vogelgrippe: Treffen mit Geflügelbranche

  • Redaktion Naturschutz
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Das Bundesamt für Veterinärwesen hat gestern mit Vertretern der Geflügelbranche, mit Virologen und Ornithologen den künftigen Umgang mit der Vogelgrippe besprochen. Das Treffen wird eine Grundlage darstellen für den Entscheid, ob und wann das landesweite Freilandhaltungsverbot gelockert wird.

Mit insgesamt 32 Fällen, allesamt bei Wasservögeln, tritt die Vogelgrippe in der Schweiz nur vereinzelt auf, vor allem in der Bodenseeregion. Eine Entspannung ist laut BVET in den kommenden Wochen zwar möglich. Dennoch werde man vermutlich noch während Jahren Vogelgrippe-Fälle in der Schweiz finden.
Diesem ständigen Einschleppungsrisiko möchte man künftig mit gezielteren Massnahmen begegnen, die etwa vor allem rund um betroffene Gewässer gelten. Wichtig sei dafür eine gute Überwachung. Zur Zeit werden einerseits tot aufgefundene Vögel untersucht und andererseits auf einer Beringungsstation in den Bolle di Magadino im Tessin Vögel beprobt. Damit werde sich abschätzen lassen, wie sich die Vogelgrippe-Situation im Frühling, auch durch den Vogelzug, verändert. Diese Entwicklung gelte es abzuwarten, bevor über die Freilandhaltung entschieden werde.
Die Organisation kagfreiland hatte zuvor gefordert, die Stallpflicht aufzuheben, da die Zugvögel kein Risiko darstellten und weil die Stallpflicht für die artgerechte Tierhaltung eine grosse Gefahr darstelle.

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