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Vögel sind am Flughafen Zürich unerwünscht

  • Sophie Ryser
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Für Flugzeuge ist Vogelschlag ein Problem. Davon spricht man, wenn Vögel in Flugzeuge prallen oder in die Triebwerke gelangen. Manchmal ist das unproblematisch, manchmal werden die Triebwerke aber auch beschädigt und das Flugzeug muss umkehren. Auch am Flughafen Zürich kam es immer häufiger zu Vogelschlag, besonders auch durch grosse Vögel wie Mäusebussarde.

Wie die Tierwelt berichtet, hat dies dazu geführt, dass vermehrt Greifvögel abgeschossen wurden, obwohl diese in der Schweiz geschützt sind. Der Kanton Zürich hatte eine Sonderverfügung erstellt, welche den Abschuss von Vögeln, welche sich nicht vertreiben lassen und die Flugsicherheit gefährden, erlaubt. Dadurch wurden im abgelaufenen Jagdjahr 28 Greifvögel getötet, dies sind vier Mal mehr als im Jahr zuvor und sieben Mal mehr als 2010. Die Genehmigung wurde nun aber wieder zurückgezogen, da in dieser Grössenordnung nicht mehr von Einzelabschüssen die Rede sein könne. Dies wiederum wird bereits wieder angefochten.

Ein Grund für das vermehrte Auftreten der Vögel, insbesondere Mäusebussarde, könnte das nahe am Flughafen liegende Naturschutzgebiet Neeracherried sein, welches viele Vögel anzieht. Aber auch auf dem Flughafen selbst fühlen sich die Tiere wohl. Hier finden sie viele Flächen, wo sie nicht vom Menschen gestört werden.

Deshalb wird auch versucht, das Gebiet für die Vögel so unattraktiv wie möglich zu machen. Ein Mäusezaun mit Fallen hält Mäuse – und damit das Futter der Greifvögel – vom Gelände fern. Je nach Standort wird das Gras gemäht, damit Bodenbrüter nicht nisten können oder stehen gelassen, damit Greifvögel ihre Beute nicht so einfach finden können. Zudem werden Vögel auch gezielt verscheucht, zum Beispiel durch Petardenschüsse. Wenn all dies nichts nützt, soll aber wieder einmal Abschuss die Lösung des Problems bieten.

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Bild: Lucien Schranz [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

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