mittelspecht

Vögel profitieren von Totholz

  • Gavino Strebel
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mittelspechtWie Naturschutz.ch bereits früher berichtet hat (Artikel Erfolg für Biodiversität im Wald) wird gemäss den Ergebnissen des dritten Landesforstinventars der Schweizer Wald immer naturnaher, verjüngt sich vermehrt natürlich, weist einen stetig kleineren Anteil fremdländischer Baumarten auf und erfährt eine laufende Zunahme der Baumarten- und Strukturvielfalt. Zudem ist der Totholzanteil in den letzten Jahren um 80 Prozent gestiegen. Totholz ist eine wichtige Lebensgrundlage für viele Arten der Waldfauna und -flora. Auch das Biodiversitäts-Monitoring Schweiz (BDM) stellt dem Schweizer Wald ausgezeichnete Noten aus.

Wie biodviersity.ch berichtet, zeigen die Resultate der Brutvogel-Bestandsüberwachungsprogramme der Schweizerischen Vogelwarte zeigen nun, dass die Bestände mehrerer Waldvogelarten, für die Totholz ein wesentliches Lebensraumelement ist (Schwarzspecht, Buntspecht, Mittelspecht, Kleinspecht, Grünspecht und Dreizehenspecht sowie Hauben- und Mönchsmeise und Waldbaumläufer), im Zeitraum 1990 bis 2008 angewachsen sind, wenn auch nicht bei allen Arten im selben Ausmass. In etwa denselben Zeitraum fällt die deutliche Ausweitung des Verbreitungsgebiets des Weissrückenspechts in der Ostschweiz. Ebenfalls ungefähr im selben Zeitraum haben gemäss dem Schweizerischen Landesforstinventar die Mengen an Totholz im Schweizer Wald deutlich zugenommen. Mit Ausnahme von Grünspecht und Mittelspecht ist bei allen Arten die Zunahme von Totholz im Wald mit grosser Wahrscheinlichkeit der wichtigste Grund für die Bestandszunahmen.

biodiversity.ch

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