Das Auerwild reagiert sehr empfindlich auf Störungen. | © ian svendsplass, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
Das Auerwild reagiert sehr empfindlich auf Störungen. | © ian svendsplass, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr

Vögel werden immer mehr im Lebensraum gestört

  • Amanda Buol
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Den Vögeln in der Schweiz drohen zahlreiche Gefahren, wie den Verlust des Lebensraums oder die Umweltbelastung mit Giftstoffen. Zunehmend problematisch erweisen sich aber Störungen durch Menschen.

Vielen Vögel in der Schweiz droht nicht nur der Verlust des Lebensraumes, sondern auch Pestizide und andere Umweltgifte machen ihnen zu schaffen. Als wäre das nicht genug, leiden einzelne Vogelarten unter der Jagd, nicht nur in ihrem Brutgebiet, sondern auch auf dem Zug und im Winterquartier, wie die Schweizerische Vogelwarte in Sempach berichtet.

Zahlreiche Vogelarten reagieren empfindlich auf die Anwesenheit des Menschen. Problematisch sind Störungsquellen wie Klettern, Geocaching oder verschiedene Wintersportarten. Das löse Stress aus, besonders in schwierigen Zeiten, so die Schweizerische Vogelwarte.

Eine ihrer Studie zeigt, dass beispielsweise das Auerwild besonders in der kalten Jahreszeit unter Störungen leidet. Während des Winters ernähren sie sich im tiefen Schnee ausschliesslich von Tannennadeln, die wenig Energie liefern. Fliegen sie von Wintersportlern aufgeschreckt weg, könne das ihre Kondition schwächen. Dies könne sich negativ auf den Bruterfolg im nächsten Frühling auswirken. Aber auch der Bau von Forststrassen bringe grosse Unruhe in die abgelegenen Wälder.

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