Mutterkuh mit Kalb © VIER PFOTEN, Dieter Brasch
Mutterkuh mit Kalb © VIER PFOTEN, Dieter Brasch

VIER PFOTEN: Das sollten Wanderer über Kühe wissen

  • Nicole Wabersky
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Unfälle von Wanderern mit Kühen sind in den Sommermonaten keine Seltenheit. Erst kürzlich wurde in Bergün GR ein Passant von einer ausgebüxten Kuh verletzt, obwohl Kühe eigentlich äusserst friedfertige Tiere sind. VIER PFOTEN gibt Tipps zur Vermeidung von Risiken und für einen maximalen Wanderspass.

Laut VIER PFOTEN sind Rinder Fluchttiere, welche bei Gefahr weglaufen, aber mit einem Angriff reagieren, wenn sie keinen Fluchtweg haben oder ihre Jungtiere verteidigen. „Kühe haben einen sehr starken Mutterinstinkt“, erklärt Chantal Häberling, Mediensprecherin von VIER PFOTEN.

„Daher gilt als erste Regel: Wenn Wanderer Muttertiere mit ihren Kälbern sehen, sollten sie einen grossen Bogen um die Kuhherde machen. Viele Zwischenfälle, bei denen Wanderer verletzt werden, hätten auf diese Weise vermieden werden können“, meint Häberling.

Neben dieser, können Wanderer, besonders wenn mit einem Hund unterwegs, auch folgende Regeln beherzigen, damit es nicht zu einem Zwischenfall mit Mutterkühen kommt:

  • Markierte Wege sollten generell nicht verlassen werden.
  • Ist die Überquerung einer Weide unvermeidlich, rät VIER PFOTEN, sich ruhig zu verhalten, begleitende Hunde unbedingt anzuleinen und im Notfall loszulassen. Hunde stellen natürliche Feinde für Kühe dar und können deren angeborenes Abwehrverhalten auslösen, sodass eine ursprünglich friedfertige Kuhherde bedrohlich reagieren kann.
  • Kälbchen sollten weder berührt noch gefüttert werden, da dies den starken Schutzinstinkt des Muttertiers wecken könnte. Vielmehr ist generell zu allen Tieren auf der Weide grösstmöglicher Abstand zu halten.
  • Lärmendes Verhalten, das Imitieren von Kuhlauten und ruckartige Bewegungen bzw. spontanes Umherlaufen sollten in jedem Fall unterlassen werden.
  • Die Weide sollte ruhig verlassen werden, sobald man eine eindeutige Drohgebärde, also das Senken des Kopfes, feststellt.

Berücksichtigt man diese wenigen einfachen Verhaltensregeln, so kann ein Restrisiko, das bei einem Zusammentreffen mit Tieren nie ganz auszuschliessen ist, minimiert werden.

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