Vier „Energiestädte“

  • Barbara Darani
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Vier Gemeinden der Romandie – Aigle (VD), „L’Association des communes de Crans-Montana“ (VS), Genf (GE) und Plan-les-Ouates (GE) – erhalten dieses Jahr das Label „Energiestadt“. Dieses verleihen der Verein Energiestadt und das Bundesamt für Energie im Rahmen des Programms EnergieSchweiz für Gemeinden. Für fünf weitere Gemeinden – Crissier (VD), Morges (VD), Renens (VD), Sainte-Croix (VD) und Vernier (GE) – wird das Label für weitere vier Jahre bestätigt. Das Label zeichnet Gemeinden aus, die anhand gemessener Resultate eine konsequente Energiepolitik nachweisen können. Die offizielle Übergabe hat am 29. September an der Journée romande de l’énergie in Onex stattgefunden.

Aigle (8502 Einwohner) ist ein sehr stark entwickelter Verkehrsknoten. Dank der Neugestaltung des Bahnhofplatzes ermöglicht die Gemeinde ein flüssiges Nebeneinander von Autos, Fussgängern und den verschiedenen ÖV-Linien. Die Arbeitsgruppe „Aigle – Cité et région du vélo“ prüft alle Projekte für den Langsamverkehr und hat dafür gesorgt, dass die Fahrradfahrer nicht vergessen gingen.

Die Region Crans-Montana (13 549 Einwohner) umfasst sechs Walliser Gemeinden (Icogne, Lens, Chermignon, Montana, Randogne und Mollens). Diese Gemeinden arbeiten seit vielen Jahren zusammen, insbesondere im Rahmen des Pilotprojekts des Aktionsplans Umwelt und Gesundheit (APUG) des Bundes, aber auch des interkommunalen Richtplans.

Genf (188 086 Einwohner) erhielt die Auszeichnung insbesondere als Anerkennung für ihre Massnahmen zur Reduktion des Energieverbrauchs für Heizungen (-40%) und Wasser (-32%) in den städtischen Gebäuden. Seit der ersten Evaluation erreicht die Stadt Genf 77 Prozent der möglichen Massnahmen, die im Rahmen der Auswertung der Energiestädte realisiert werden können. Dank diesem ausgezeichneten Resultat zählt Genf auf dem Gebiet der Energiepolitik schweiz- und europaweit  zu den leistungsstärksten Städten und Gemeinden.

Plan-les-Ouates (9634 Einwohner) hat eine Energiepolitik mit drei Schwerpunkten entwickelt: geordnete Raumentwicklung (Errichtung von nachhaltigen Quartieren und von Fernwärmenetzen), Energieeffizienz und Nutzung erneuerbarer Energien (für sämtliche öffentlichen Gebäude ist ein hoher Energiestandard vorgeschrieben, Ausbau der Solarenergie) sowie Förderung des Langsamverkehrs und der multimodalen Mobilität (Entwicklung der Unternehmensmobilität auf Ebene der Industriezone).

Bundesamt für Energie BFE

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