vielfalt für alle

Vielfalt für alle eingereicht

  • Silvan Kaufmann
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 vielfalt für alle„Vielfalt für alle“ heisst die Kampagne der Schweizer Stiftung für die kulturhistorische und genetische Vielfalt von Pflanzen und Tieren, ProSpecieRara. Zusammen mit sieben Partnerorganisationen überreichten sie dem Parlament und der Bundesverwaltung am 2. September gut 10’000 Unterschriften mit ihren Forderungen.

„Ich bin gegen die verschärfte Umsetzung der Saat- und Pflanzgutverordnung des EVD. Ich fordere, dass ich weiterhin von alten traditionellen Sorten Setzlinge und Saatgut kaufen darf und diese in der Schweiz produziert werden dürfen.“ Diese Forderungen haben gut 10’000 Personen unterschrieben. Die Organisatoren übergaben diese an die Nationalräte Maya Graf und Hansjörg Hassler sowie an die Vizedirektorin des Bundesamts für Umwelt, Eva Reinhard.

Mit der Kampagne „Vielfalt für alle“ würden sich die Organisationen vor allem gegen die seit 1996 durchgesetzte Saat- und Pflanzgutverordnung wehren, die den Anbau und Handel von alten Pflanzensorten immer mehr einschränken, heisst es in einer Medienmitteilung von ProSpecieRara. Konkret fordern sie die freie Produktion und freien Handel von Saatgut alter und ungeschützter Kulturpflanzensorten und die Beibehaltung der bisherigen liberalen Umsetzungspraxis. „Die Behörden sollen nur dort eingreifen, wo es um die Transparenz des Systems geht“, so die Mitteilung. Den alten Sorten, die sich gegen alle Widrigkeiten auf dem heutigen Markt behaupten könnten, sollten nicht noch zusätzlich durch restriktive Verordnungen der Garaus gemacht werden. „Der Markt braucht nicht weniger, sondern mehr Sortenvielfalt.“ Béla Bartha, Geschäftsführer von ProSpecieRara kündigt an, dass die Unterschriftensammlung weitergehen werde.

Landwirschaft.ch 
Vielfalt für alle 

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