Vielfältige Waldentwicklung auf Lothar-Versuchsflächen

  • Redaktion Naturschutz
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Während vier Jahren haben ForscherInnen der WSL die Waldentwicklung auf grossen, geräumten und ungeräumten Lotharflächen im Mittelland und in den Voralpen untersucht. In den ersten Jahren steigt die Artenzahl von Pflanzen und Tieren stark an. Am meisten Arten findet man, wenn geräumte und belassene Windwurfflächen nebeneinander vorkommen. Die Waldverjüngung wird vor allem durch Jungbäume bestimmt, die bereits vor dem Sturm vorhanden waren. Im Gebirge sind liegende Stämme schätzungsweise während bis zu dreissig Jahren nach dem Sturm ein wirksamer Schutz gegen Lawinenanriss und Steinschlag. Dies gilt auch für Fichtenwälder, die nach Borkenkäferbefall stehen gelassen werden. Das Reh profitiert von der üppigen Vegetation auf Windwurfflächen. Vor allem im Sommer zieht es die Brombeere allen anderen Nahrungspflanzen deutlich vor. In den untersuchten Gebieten nutzte das Reh die geräumten Flächen zur Nahrungsaufnahme häufiger als die belassenen Flächen. Offene Fragen gibt es unter anderem zur Jungwaldpflege und zum Verhalten der Wilpopulationen nach grossflächigem Windwurf.

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