Haselmaus

Viele Jungforschende, wenig Haselmäuse

  • Monika Jung
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Haselmaus2Seit August 2010 haben mehr als 4300 „Jägerinnen und Jäger“ im Rahmen der Nussjagd von Pro Natura der Haselmaus nachgespürt. Nur in einem Drittel der Suchgebiete, in denen die Haselmaus vermutet wurde, konnten Spuren der kleinsten einheimischen Schläferart auch gefunden werden. Dies stärkt die Vermutung, dass dem scheuen Tier in den Schweizer Wäldern der Lebensraum abhanden kommt.

Die Ergebnisse der im August 2010 von Pro Natura gestarteten Aktion „Auf zur Nussjagd!“ sind zwiespältig. Einerseits fand die Nussjagd bei Schulklassen und Jugendgruppen riesigen Anklang. 221 Klassen oder Gruppen nahmen an der Suche nach der Haselmaus teil, kämpften sich durchs Unterholz und lernten viel über die Biologie der Haselmaus und die Beschaffenheit ihres Lebensraumes. Andererseits fanden die Jungforscherinnen und –forscher nur gerade in 100 von insgesamt 301 abgesuchten Haselmaus- Lebensräumen Spuren des kleinen Nagers.

Dies legt den Schluss nahe, dass diese kleinste einheimische Schläferart heute tatsächlich weniger häufig vorkommt, als noch vor einigen Jahren. «Insbesondere im Mittelland scheinen die typischen Lebensräume der Haselmaus – Wälder, Waldränder und Hecken – nicht mehr genügend gross und vernetzt zu sein, damit sich die Schläferart ernähren und fortpflanzen kann», zeigt sich Agneta Heuman, Pro Natura Projektleiterin der Nussjagd, besorgt. Forscher schätzen, dass die Haselmaus einen Lebensraum von mindestens 200 mal 100 Metern braucht.

Pro Natura wird sich im Internationalen Jahr des Waldes 2011 und darüber hinaus tatkräftig für naturnahe Wälder und ökologisch wertvolle Waldränder einsetzen, damit der sich abzeichnende Rückgang der Haselmaus gestoppt werden kann.

Weitere Informationen

Pro Natura

Bild: Sven Büchner/Pro Natura

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