© Guido Gerding [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons
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Verhaltene Energiewende in der Schweiz

  • Amanda Buol
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Die Zwischenbilanz der Umweltorganisationen zur Energiewende zeigt 2016 national verhaltene, positive Tendenzen und international erstaunlichen Schwung. Passend zur Analyse präsentiert sich die von ihnen unterstützte Energiestrategie 2050 als lauer Kompromiss, aber als erster Schritt in die richtige Richtung.

Gegenüber dem Vorjahr zeige die Schweizer Energiewende zaghafte, aber feststellbare Fortschritte, berichten die Umweltorganisationen Greenpeace, Pro Natura, VCS und WWF in ihrer Mitteilung. So haben sich sieben von zwanzig Indikatoren des Energiewende-Indexes der Umweltallianz positiv entwickelt. Erfreulich sei, dass die CO2-Emissionen aus der Energieerzeugung gesunken und die erneuerbare Energie am Gesamtenergieverbrauch deutlich gestiegen sind. Trotzdem könnte die Schweiz den globalen Trend verpassen, meinen die Umweltorganisationen, denn bei den Indikatoren wie Atomsicherheit, Energieeffizienz oder Effizienz des Personenverkehrs rumple die Schweizer Energiewende gehörig.

Global gesehen liegt der Trend bei den erneuerbaren Energieträgern. 2015 übertreffen die Investitionen in den Zubau von erneuerbaren Energie weltweit die Investitionen in Gas und Kohle deutlich. In der Schweiz komme der Schwung bei der Energiewende aus der Bevölkerung und Gewerbe. Sie werden durch die Politik gebremst und stark befeuert, so der Tenor der Umweltorganisationen.

Für die Umweltorganisationen ist die Energiestrategie 2050 zwar ein Kompromiss, jedoch gehe sie in die richtige Richtung.

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