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Verbesserte Einschätzung von ändernden Naturgefahren

  • Judith Schärer
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Eine neue Methode ermöglicht bessere Beurteilungsmöglichkeiten von Naturgefahren, welche sich in Zukunft unter anderem durch den Klimawandel stark wandeln werden. Für die kommenden Jahrzehnte kann nun die Veränderung von Steinschlägen oder Rutschungen in einer Region abgeschätzt werden. Dadurch können Gefährdungen besser beurteilt und Präventionsmassnahmen genauer geplant werden.

Im Rahmen der Naturgefahrenprävention hat das Bundesamt für Umwelt (BAFU) die Auswirkungen des Klimawandels auf Steinschlag, Lawinen, Hangmuren und Gefahren, die von Wildbächen ausgehen, untersuchen lassen. Deshalb haben die Fachleute eine eigene Analysemethode zur Klimasensitivität entwickelt, die verschiedene Klimaszenarien berücksichtigt. Es sind dieselben, wie sie für die Klimapolitik verwendet werden, wie das BAFU erklärt.

Regional unterschiedliche Auswirkungen

Die Studie basiert auf einem mittleren und einem extremen Klimaszenario. Die Resultate zeigen, wie stark die betreffende Naturgefahr gemäss den Klimaszenarien für die jeweilige Region zu- oder abnimmt. Die Ergebnisse zeigen, dass es in der Schweiz keine allgemeine Tendenz gibt, da lokale Einflussfaktoren wie zum Beispiel Höhe und Exposition je nach Himmelsrichtung eine grosse Rolle spielen. In gewissen Regionen wird aufgrund des Klimawandels die Gefährdung durch Naturgefahren abnehmen, in anderen werden sich die Gefahren eher erhöhen. Mögliche Schäden wurden in der Studie nicht untersucht.

Die Resultate dieser Studie zur Klimasensitivität bringen sowohl den Kantonen wie auch dem Bund eine Gesamtsicht der erwarteten Veränderungen. Zudem erlauben sie ein besseres und gezielteres Monitoring der Naturgefahren. Schliesslich können diese Szenarien als Grundlage bei der Planung von künftigen Präventionsmassnahmen dienen.

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