Velofahren gefährlicher geworden?

  • Gavino Strebel
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velofahrerDie Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) hat am Dienstag die neusten Zahlen zu Verkehrsunfällen päsentiert. Besonders unerfreulich: 2009 starben doppelt so viele Velofahrende bei Verkehrsunfällen wie im Vorjahr. Zwar ging die Zahl der Verkehrstoten von 2008 auf 2009 um drei Prozent auf 348 Opfer zurück. Die Medaille hat jedoch eine Kehrseite: 2009 kamen 55 Velofahrende bei Verkehrsunfällen ums Leben; das sind 104 Prozent mehr als im Vorjahr. Und auch die Zahl der getöteten Fussgängerinnen und Fussgänger stieg um fünf Prozent von 59 auf 62.

Wie der Verkehrsclub der Schweiz (VCS) schreibt, belegen diese Zahlen belegen schwarz auf weiss, dass mehr für die Sicherheit der schwachen Verkehrsteilnehmenden getan werden muss. Vor diesem Hintergrund sei es unverständlich, dass der Bundesrat Anfang Februar nicht bereit war, über das Budget hinaus zusätzliche Gelder für das Verkehrssicherheitsprogramm Via Sicura zu sprechen, so der VCS. Dies brauche Investitionen in neue Infrastrukturen wie Tempo-30-Zonen und Verkehrsberuhigungungsmassnahmen.

Erfreulich ist immerhin, dass die Zahl der getöteten Autofahrenden im vergangenen Jahr um 18 Prozent sank. Hier haben verstärkte Polizeikontrollen, Präventionskampagnen und Fahrer-Assistenz-Systeme offensichtlich etwas bewirkt. Diese Massnahmen – insbesondere die Polizeikontrollen – sollten gemäss VCS deshalb unbedingt verstärkt werden.

Verkehrsclub der Schweiz (VCS)

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