Abholzung von Tropenholz in grossem Stil © Rettet den Regenwald e.V. (Rainforest Rescue)
[CC-BY-SA-3.0], via flickr
Abholzung von Tropenholz in grossem Stil © Rettet den Regenwald e.V. (Rainforest Rescue) [CC-BY-SA-3.0], via flickr

UREK-N verschliesst sich jeglichem Ressourcenschutz

  • Kathrin Ruprecht
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Mit einer knappen Mehrheit hat die Umweltkommission gestern den Gegenvorschlag zur Volksinitiative „Grüne Wirtschaft“ abgelehnt. Der WWF zeigt sich empört über den Unwillen der Kommission, sich tatsächlich für eine Nachhaltige Wirtschaft einzusetzen.

Die Mehrheit der UREK-N hat gestern beschlossen, überhaupt keine Massnahmen für ein verbessertes Recycling und einen schonenderen sowie effizienteren Umgang mit Ressourcen zu ergreifen, schreibt der WWF Schweiz. Sie will nicht auf die Revision des Umweltschutzgesetzes als indirekten Gegenvorschlag zur Initiative „Grüne Wirtschaft“ eintreten. Der WWF ist bestürzt über diesen Entscheid. „Obwohl der Bedarf für einen nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen grundsätzlich von allen Seiten anerkannt wird, steckt die Umweltkommission des Nationalrats lieber den Kopf in den Sand und bleibt hier untätig,“ sagt Jennifer Zimmermann, Verantwortliche Konsumarbeit beim WWF Schweiz.

Damit unterstützt die Mehrheit der Kommission die weitere Ausbeutung von Tropenwäldern und Meeren und die unnötige Verschwendung wertvoller Ressourcen. Da die tatsächlich betroffenen Branchen die Revision mehrheitlich begrüssen, ist diese Haltung in keiner Weise nachvollziehbar. Nun ist es am Nationalratsplenum, der pragmatischen und bereits durch den Ständerat sehr wirtschaftsfreundlich ausgestalteten Vorlage zum Durchbruch zu verhelfen.

Medienmitteilung der UREK-N

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