Unterlauf der Saane und der Glane kontaminiert

  • Redaktion Naturschutz
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Die Verseuchung von Freiburgern Gewässern mit dem dioxinähnlichen Umweltgift PCB ist schlimmer als bisher angenommen: Betroffen sind auch der untere Saanelauf und die Glane. In neuen Fischproben wurden Werte des Schadstoffes PCB gemessen, die über dem europäischen Grenzwert liegen, wie die Freiburger Direktion für Gesundheit und Soziales mitteilte. Als Ursache der Verseuchung bezeichneten die Freiburger Behörden die stillgelegte Kehrichtdeponie La Pila auf dem Gemeindegebiet von Hauterive.
PCB sind krebserregende chemische Verbindungen, die wegen ihrer isolierenden Eigenschaften in der Industrie Verwendung fanden und seit 1986 in der Schweiz verboten sind.
Im August war die Ausübung der Fischerei in der Saane zwischen den Staumauern von Rossens und Schiffenen verboten worden, gleich wie im unteren Teil des Saane-Nebenflusses Ärgera. Die Freiburger Behörden hatten zuvor in Fischproben einen erhöhten PCB-Gehalt festgestellt. Ende Jahr will der Freiburger Staatsrat über ein allfälliges Fischereiverbot für die betroffenen Flussabschnitte entscheiden, wie der Mitteilung zu entnehmen ist. (kj)

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