© Photograph by Mike Peel (www.mikepeel.net). [CC-BY-SA-4.0], via Wikimedia Commons
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Unsorgfältige Planung bei der Umnutzung des Flugplatz Münster

  • Nicole Wabersky
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Die Umweltorganisationen VCS Wallis, Pro Natura Wallis und mountain wilderness Schweiz haben Einsprache gegen die geplante Umnutzung des ehemaligen Militärflugplatzes Münster erhoben.

Dieses Frühjahr hat die Flugplatzgenossenschaft Münster beim BAZL ein Plangenehmigungsgesuch eingereicht, damit der Militärflugplatz Münster zu einem zivilen Flugplatz umgenutzt werden kann.

Gegen dieses Gesuch haben die Umweltverbände Einsprache erhoben, da sie eine Zunahme des Fluglärms im Tal und in den umliegenden hochalpinen Gebieten befürchten, denn im Betriebsreglement ist keine Obergrenze für die Anzahl Flüge festgelegt.

„Wir anerkennen, dass auch die Segelflieger Wertschöpfung bringen, aber eine Zunahme des Fluglärms ist inakzeptabel. Er steht im Widerspruch zum sanften Tourismus, den die Region und der angrenzende Landschaftspark Binntal verfolgen. Eine Obergrenze für die Anzahl Flüge ist aus Umweltsicht zwingend notwendig“, meint Katharina Conradin, Geschäftsleiterin von mountain wilderness Schweiz.

Die Verbände kritisieren denn auch eine mangelnde Abklärung der Lärmbelastung und fordern ein Gutachten der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) zu den Auswirkungen des Flugbetriebs auf die umliegenden Gebiete, die im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN) eingetragen sind.

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