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Unseriöse Tierinserate

  • Nicole Wabersky
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Tausende Tiere werden auf Schweizer Online-Inserateplattformen zum Kauf angeboten. Zum zweiten Mal hat der Schweizer Tierschutz STS die Angebote im Rahmen einer umfangreichen Recherche unter die Lupe genommen und stellt fest: Wer seriöse Verkaufsangebote sucht, der sucht bei Gratisanzeigen im Internet vielfach vergebens.

Der Schweizer Tierschutz STS führte erstmal 2012 eine Recherche zum Inseratehandel mit Tieren im Internet durch. Hierbei untersuchte der STS auf 19 Inserateplattformen (.ch-Domains) mehrere tausend Verkaufsangebote aus den Bereichen Hunde, Katzen, Wildtiere und Heimtierzubehör hinsichtlich ihrer Qualität und Seriosität. In der zweiten Hälfte des Jahres 2013 hat der STS seine Recherche wiederholt. Wiederum wurden viele, teilweise sogar überwiegend, unseriöse oder zumindest fraglich-seriöse Angebote und nur wenige Tierschutz-Hinweise für potentielle Käufer gefunden. Dies trotz der versprochenen Anstrengungen einiger Plattformbetreiber für einen seriöseren und tierfreundlicheren Inseratemarkt.

Insbesondere im Bereich der Hundeinserate geht der Handel unverändert weiter. Interessenten werden geködert mit Bildern herziger Welpen oder trauriger Tierheimhunde, die dringend der Rettung bedürfen. Rund 80 Prozent der in dieser Rubrik überprüften Verkaufsinserate sind ungenügend bezüglich Seriosität und Transparenz.

Nach wie vor wird von Betreiberseite viel zu wenig unternommen gegen dubiose, undurchsichtige oder eindeutig unseriöse Tierinserate. Es genügt die Angabe einer funktionierenden E-Mail-Adresse, dann kann schnell, unkompliziert und unkontrolliert inseriert werden. Eine Datenverifizierung findet nur marginal statt.

Medienmitteilung – STS

Bild: Rainer Spickmann (Own work) [CC-BY-SA-2.5], via Wikimedia Commons

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